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Corona in Großbritannien : Das Virus grassiert im Studentenheim

Studenten in Newcastle mit Mund-Nasen-Schutz Bild: dpa

An britischen Universitäten müssen Tausende in Quarantäne. Die Polizei geht hart gegen illegale Partys vor, Hochschulen fürchten Milliardenlöcher im Budget.

          6 Min.

          Sie fühlten sich eingesperrt wie in Gefängniszellen, sagen Studenten von der Manchester Metropolitan University. Vierzehn Tage lang durften sie ihre Zimmer im Wohnheim nicht verlassen. Manche wuschen stinkende Socken im Waschbecken, Müll stapelte sich in den Gemeinschaftsküchen. Am Eingang wachte streng ein Sicherheitsdienst. Grund für den strikten Lockdown des Wohnheims war ein Corona-Ausbruch nach der „Freshers’ Week“ Ende September.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Die Freshers’ Week ist die Erstsemester-Einführungswoche. Die Studenten hatten ausgelassene Partys gefeiert, bei denen sich Massen an jungen Menschen näherkamen – und dabei die Infektionsgefahr ignorierten. Die britischen Unis hätten gewarnt sein können: Als die Colleges und Unis in Amerika ein paar Wochen früher nach der Sommerpause wieder öffneten, schnellte die Zahl der täglichen Infektionen gleich um etwa 3000 in die Höhe.

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