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Diagnose von Tropenkrankheit : Besserer Nachweis für tödliches Oroya-Fieber

  • Aktualisiert am

Blutsauger: Manche Sandmücken-Arten kommen inzwischen auch in Deutschland vor. Bild: dpa

Wer am Oroya-Fieber erkrankt und nicht rechtzeitig behandelt wird, stirbt mit hoher Wahrscheinlichkeit. Frankfurter Forscher haben einen Weg für schnellere Diagnosen gefunden.

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          Eine der gefährlichsten Tropenkrankheiten überhaupt kann dank neuer Forschungsergebnisse der Frankfurter Universitätsmedizin womöglich bald leichter diagnostiziert werden. Ein Team um den Doktoranden Alexander Dichter hat 14 Proteine des Bakteriums Bartonella bacilliformis identifiziert, des Erregers des in Südamerika auftretenden Oroya-Fiebers. Diese Krankheit endet in 90 Prozent aller Fälle tödlich, wenn sich nicht mit Antibiotika behandelt wird. Die nun bekannten Proteine des Erregers können mit geeigneten Tests nachgewiesen werden; dies soll jetzt in Peru erprobt werden. Die Ergebnisse der Frankfurter Forscher sollen auch dabei helfen, einen Impfstoff gegen das Oroya-Fieber zu entwickeln.

          Bartonella bacilliformis wird von Sandmücken der Gattung Lutzomyia übertragen, die bisher ausschließlich in Peru, Ecuador und Kolumbien vorkommt. Andere Arten der Sandmücke sind inzwischen allerdings auch in Europa und Deutschland zu finden.

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