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Besoldungsranking : Professorinnen verdienen deutlich weniger

Gleiche Arbeit für weniger Geld: Vorlesung einer Professorin in einem Hörsaal der Ruhr-Universität in Bochum (Archivbild) Bild: dpa

Die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern wächst bei der Professorenbesoldung W3, statt zu schrumpfen. Auch regional gibt es große Unterschiede.

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          Auf bis zu 1500 Euro können sich inzwischen die realen monatlichen Unterschiede bei den Bruttogehältern der Professoren in den Ländern summieren. Während der Durchschnittswert der tatsächlich bezogenen Professorenbesoldung bei W3-Professoren in Bayern 9190 Euro beträgt, liegt er bei einem W3-Professor in Mecklenburg-Vorpommern bei 7690 Euro. Dies geht aus einem aktuellen Besoldungsranking des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hervor, das die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer Januar-Ausgabe veröffentlicht.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Dem Besoldungsranking liegen dabei auf Bitte des DHV vom Statistischen Bundesamt ermittelte fächerübergreifende Durchschnittswerte für die Professorenbesoldung an öffentlichen Hochschulen und Berufsakademien (ohne Hochschulkliniken) zugrunde. Berücksichtigt wurden neben den Grundgehältern Familienzuschläge, diverse Leistungsbezüge anlässlich einer Berufung und auch Sonderzahlungen, soweit diese im Erhebungsmonat Juni 2018 ausgezahlt wurden.

          Auch die Unterschiede bei den Durchschnittswerten der Besoldung für Frauen und Männer haben sich bei W3-Professuren weiter verstärkt. Lag 2017 in der Besoldungsgruppe W3 der Abstand bei 650 Euro zu Lasten der Frauen, so liegt er 2018 bereits bei 690 Euro. Bei den W2- und W1-Professuren haben sich die Abweichungen in der realen Durchschnittsbesoldung bei den Geschlechtern dagegen etwas reduziert.

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