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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Ich brauche keine eigene Kanzlei

  • -Aktualisiert am

Henning Schneider, 19 Jahre alt, studiert an der Universität Frankfurt im 3. Semester Jura Bild: Marina Pepaj

Henning Schneider studiert Jura und schreibt gerade an einer Hausarbeit. Im spontanen Kurzinterview erzählt er, wo er sich auf dem Campus gerne aufhält und warum er Klausuren praxisfern findet.

          1 Min.

          Was liegt an diese Woche?

          Henning Schneider: Ich schreibe an einer Hausarbeit, deshalb bin ich auch während der Semesterferien auf dem Campus. Ich kann mich zu Hause nicht konzentrieren. In meiner Arbeit befasse ich mich mit Schuldrecht. Obwohl ich eigentlich Strafrecht lieber mag.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Ich wollte ursprünglich Geschichte und Philosophie studieren, habe mich dann aber anders entschieden. An Jura gefällt mir, dass es verschiedene Bereiche vereint.

          Und was stört Sie?

          Jura kann trocken sein, aber das gehört dazu. Und der Arbeitsaufwand ist sehr hoch. Ich finde die Klausuren nicht wirklich sinnvoll, weil sie zu wenig praxisnah sind. Ich glaube, dass Hausarbeiten nützlicher sind. Diese Semesterferien schreibe ich zwei und versuche, sie möglichst schnell hinter mich zu bringen, weil ich noch ein Praktikum in einer Kanzlei mache.

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          Was wollten Sie Ihrer Universitätspräsidentin schon immer mal sagen?

          Da fällt mir nichts ein.

          Ihr Lieblingsort an der Universität?

          Ich bin gerne in Bockenheim, obwohl ich dort keine Kurse habe. Aber es ist irgendwie authentischer. Mein Fachbereich liegt auf dem Westend-Campus. Da ist es zwar schön, aber auch ein bisschen spießig. Ich bin auch gerne im Café Koz.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          So einen Ort gibt es nicht.

          Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

          Zu diesem Thema kann ich nicht viel sagen. Zumindest habe ich keine besonderen Erkenntnisse gewonnen, seit ich hier bin. Vielleicht auf der Dachterrasse des Hörsaalzentrums. Da würde ich es jedenfalls probieren.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne noch bei meinen Eltern. Frankfurt ist ziemlich teuer, und ich habe momentan nicht viel Zeit für einen Nebenjob.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Meine Eltern unterstützen mich. Das heißt, ich liege noch auf der Tasche.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Meistens gehe ich zu Freunden. Für sehr viel mehr bleibt auch gar keine Zeit. Wobei ich große Clubs ohnehin nicht so gerne mag.

          Was gefällt Ihnen in Frankfurt, was nicht?

          Frankfurt ist eine geschichtsträchtige Stadt. Es gibt hier schöne und weniger schöne Ecken. Und auch die Uni gefällt mir sehr gut. Ich komme aus Hofheim und muss sagen, dass große Städte grundsätzlich nicht so meins sind.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Ich hoffe, dass mich jemand dafür bezahlt, dass ich irgendwas mit Jura mache. Aber Spaß beiseite. Ich bin jetzt nicht so wahnsinnig ehrgeizig. Zumindest brauche ich nicht unbedingt eine eigene Kanzlei.

          ***

          Henning Schneider, 19 Jahre alt, studiert an der Universität Frankfurt im 3. Semester Jura

          Aufgezeichnet von Karin Priehler

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