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Anrufe in Peking/New York : „Ich bin ganz baff, wie chinesisch Deutschland geworden ist“

Eine Arbeiterin desinfiziert einen öffentlichen Mülleimer in Chinas Hauptstadt Peking. Das Schlimmste scheint in China vorüber. Bild: dpa

Die Corona-Pandemie hat China und Amerika fest im Griff. Wie gehen die beiden Rivalen damit um? Und wie ergeht es deutschen Studierenden, die sich dort aufhalten? Anruf in den Büros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Peking und New York.

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          Guten Abend nach Peking, Frau Schimanowski, und guten Morgen nach New York, Herr Brisch. Sie arbeiten beide in Hotspots der Corona-Pandemie. Unter welchen Einschränkungen leben Sie dort?

          Schimanowski: Das Leben in Peking ist schon noch sehr eingeschränkt, obwohl die Corona-Fallzahlen in China stark gesunken sind und die Regierung die Wiederbelebung der Wirtschaft und des Konsums vorantreibt.

          Vertrauen Sie den offiziellen Zahlen in China?

          Schimanowski: As good as it gets (im Sinne von: „Kann man mit arbeiten“, Anm. d. Autors). Die Einschränkungen und Überwachungen sind noch immer sehr präsent. Zum Beispiel durch den digitalen Health Code: Man muss teilweise nachweisen, dass man 14 Tage am gleichen Ort gewesen ist. Das wird in anderen Provinzen etwas lockerer gehandhabt, aber in Peking muss man sich noch besonders streng an die Quarantänevorgaben halten. Seit Ende Januar sind die Schulen und Universitäten komplett zu. Bei den Universitäten gibt es zum Beginn des Präsenzunterrichts in Peking, anders als in anderen Provinzen, immer noch keine offiziellen Ankündigungen. Wir gehen davon aus, dass das Sommersemester weiterhin digital und weitgehend ohne Präsenz der Studierenden läuft. Die Bewegungsfreiheit der Studierenden wird nach Rückkehr auf den Campus sehr stark eingeschränkt werden. Aber in Deutschland ist es ja im Grundsatz ganz ähnlich, wenn ich sehe, wie sehr die Grundrechte und der Alltag fürs Social Distancing eingeschränkt wurden! Ich bin ganz baff, wie chinesisch Deutschland geworden ist.

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