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Fächervielfalt wächst : Immer mehr Studiengänge

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Das Auditorium Maximum der Universität Leipzig. Bild: dpa

Viele junge Menschen stehen nach dem Abitur vor der Entscheidung, welches Studienfach sie belegen möchten. Das Angebot ist in den letzten Jahren weiter gewachsen.

          2 Min.

          An deutschen Hochschulen werden aktuell 20.123 Studiengänge angeboten. 49 Prozent davon sind grundständige Studiengänge, zum Beispiel Bachelor-Studiengänge. Bei den restlichen 51 Prozent handelt es sich beispielsweise um Master-Studiengänge, also um weiterführende Studiengänge. Die Anzahl der Studiengänge hat in den letzten fünf Jahren insgesamt um knapp 3000 Studiengänge – 17 Prozent – zugenommen. Während rund 5000 neue Studiengänge in dieser Zeit entstanden, fielen etwa 2000 Studiengänge weg, die 2014 noch existierten. Zahlenmäßig sind die größten Zuwächse neuer Studiengänge im universitären Bereich zu finden. Die größte Zuwachsrate dagegen verbuchen die Fachhochschulen und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

          Dies sind die Ergebnisse der Analyse „Die Vielfalt der Studiengänge“, die das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) veröffentlicht hat, basierend auf Auszügen aus dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz. Dabei wurde die Entwicklung des Studienangebotes in Deutschland zwischen 2014 und 2019 betrachtet.

          Lehramt bietet die meisten Studiengänge

          Die meisten neuen Studiengänge entstanden im Lehramt. Während es 2014 noch 3671 Studiengänge in diesem Bereich waren, sind es dieses Jahr 4729. Damit bildet das Lehramt im Vergleich den größten Studienbereich. Den zahlenmäßig zweithöchsten Zuwachs mit plus 513 Studiengängen haben die Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften zu verzeichnen. In den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sind es 273 Studiengänge mehr. Insbesondere im Bereich der weiterführenden Studiengänge ist die Entwicklung steigend: Seit 2014 sind 2075 Studiengänge dazugekommen.

          Nach dem Lehramt sind die Ingenieurwissenschaften mit mehr als 3500 Studienangeboten im Jahr 2019 die zweitgrößte Fächergruppe. Die Zuwachsrate seit 2018 ist in der Fächergruppe Medizin und Gesundheitswissenschaften am höchsten.

          Studiengänge werden ausdifferenziert

          Neben der quantitativen Analyse der Entwicklung der Anzahl der in Deutschland angebotenen Studiengänge, hat das CHE auch eine qualitative Analyse der in 2018 und 2019 neu hinzu gekommenen Studiengänge angestellt. Darin werden die neuen Studiengänge hinsichtlich des aus dem Studiengangsnamen hervorgehenden Inhalts analysiert.

          Klassische Bezeichnungen, die nur den Namen einer einzelnen Wissenschaft, wie zum Beispiel Physik oder Chemie, wiedergeben, sind seltener geworden. Vielmehr wird bei den neuen Studiengängen auf englischsprachige Bezeichnungen zurückgegriffen: Rund 30 Prozent der neuen Studiengänge in den Jahren 2018 oder 2019 tragen einen englischsprachigen Namen. Bei mehr als einem Drittel der neuen Studiengänge verweist der Name zudem auf einen Teilbereich oder ein bestimmtes Anwendungsfeld. Diese Ausdifferenzierungen führen zu spezielleren Studiengänge und damit zu einer Vielfalt der Studienangebote.   

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