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An bayerischen Hochschulen : Hauptsache, Englisch

Es droht das Bad Simple English: Studenten im Hörsaal an der TU München Bild: Picture-Alliance

An bayerischen Unis soll vermehrt Englisch unterrichtet werden. Warum dieser Kniefall vor einer vermeintlichen Internationalisierung, die sich als Verdummung herausstellt?

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          Möglicherweise ist es für einen echten Bayern leichter, als zweite Fremdsprache Englisch zu lernen als Hochdeutsch, doch das dürfte nicht der wahre Grund für den Furor sein, mit dem der bayerische Wissenschaftsminister Sibler jetzt die Einführung englischsprachiger Technikstudiengänge an den Landesuniversitäten vorantreibt. Nachdem das deutsche Diplom schon auf dem Altar der Internationalisierung geopfert worden ist, ist das eine Entscheidung, die andere europäische Länder wie Frankreich nie so fällen würden.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Sie alle wissen, dass Wissenschaftler selbst dann viel an Differenzierung und Präzision einbüßen, wenn sie glauben, des Englischen mächtig zu sein, sich also über das Niveau des Bad Simple English (BSE) erhaben fühlen. In allen einschlägigen Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass die Diskussion deutlich eingeschränkt war, wenn Wissenschaftler gezwungen waren, die Fremdsprache zu benutzen. Und das gilt keineswegs nur für die Geisteswissenschaften. Wieso also der Kniefall vor einer vermeintlichen Internationalisierung, die sich als Verdummung herausstellt?

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