https://www.faz.net/-gyl-a88d5

Forschungsstandort Deutschland : Helft endlich den Hochschulen!

  • -Aktualisiert am

Spitzenforschung an der Universität Tübingen: Mathematische Formeln, die zu einem Algorithmus für maschinelles Lernen gehören, stehen auf einem Whiteboard. Bild: dpa

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie sehr die Gesellschaft auf Forschung angewiesen ist. Doch die Hochschulen darben weiter. Ein Gastbeitrag.

          4 Min.

          Der Wissenschaftsrat hat zu Recht gefordert, die öffentliche Grundfinanzierung von Forschungseinrichtungen und Hochschulen sicherzustellen und kurzfristig Investitionsmittel für digitale Infrastruktur und IT-Sicherheit bereitzustellen. Sein Appell im Positionspapier „Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland“ kommt genau zur rechten Zeit. Denn trotz immenser Gelder, die für die Covid-19-Forschung mobilisiert wurden, bleibt die finanzielle Ausstattung vieler anderer Forschungszweige, insbesondere der Hochschulen, in einem beklagenswerten Zustand. Mit dem Ende der Pandemie sehen viele auch das Ende dieser besonderen Forschungskonjunktur nahen.

          Dazu darf es aber nicht kommen. Die Hochschulen sind das Rückgrat unseres Wissenschaftssystems. Darum sind Bund und Länder jetzt gefordert, fundamentale Schieflagen in der Grundfinanzierung zu beseitigen. Und die Akteure in der Wissenschaftsförderung sollten die Chance nutzen, die Expertisen zu bündeln und der Politik zur Verfügung zu stellen. Hochschulen dürfen gegenüber außeruniversitären Forschungsorganisationen nicht mehr finanziell benachteiligt sein. Zwar sind die Ausgaben des Bundes und der Länder für die Hochschulen von rund 24 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 33 Milliarden Euro 2020 gestiegen. Zugleich aber studieren inzwischen rund 2,8 Millionen junge Menschen an deutschen Hochschulen, 2011 waren es noch 2,4 Millionen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Machtdemonstration: Ein Konvoi russischer gepanzerter Fahrzeuge fährt auf einer Autobahn auf der Krim. .

          Russischer Aufmarsch : Die Ukraine ist von drei Seiten umstellt

          Westliche Dienste sehen mit Unruhe, wie Moskau immer mehr Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt – auch über Belarus und das Schwarze Meer. Mit ihren Waffen sind die Russen schon jetzt überlegen.
          „Wenn unser Klub attackiert wird, dann werde ich auch weiterhin zur Stelle sein und aus der Hüfte zurückschießen“, sagt Rudi Völler.

          Rudi Völler im Interview : „Du musst oft improvisieren“

          Wie bleibt man sich selbst und seinem Verein treu? Rudi Völler spricht im Interview über Küsse auf das Vereinswappen, die Karrierepläne von jungen Spielern und das Geheimnis von Francesco Totti.