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Grüne Start-ups : „Mittlerweile gibt es in Deutschland ein Ökosystem an nachhaltigen Start-ups“

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Mittlerweile gibt es in Deutschland – und international – ein vielfältiges Ökosystem an nachhaltigen Start-ups. Eine gute Übersicht hierzu bietet unsere Plattform Start-Green.net. Hier finden sich über 1000 Profile von nachhaltigen Start-ups und Netzwerkorganisationen. Potentielle Bewerber im Bereich Nachhaltigkeit sollten darauf achten, dass sie ihr Interesse an der Thematik möglichst glaubhaft und mit praktischen Erfahrungen untermauern können. Hilfreich kann beispielsweise die aktive Mitarbeit in einer passenden Studierendenorganisation oder einer Umweltschutzorganisation sein.

Inwiefern weicht eine Bewerbung bei einem (nachhaltigen) Start-up von der bei einem klassischen Unternehmen ab?

Ein ordentlich verfasster und interessanter Lebenslauf ist auch bei nachhaltigen Start-ups unerlässlich. Abweichend zu klassischen Unternehmen haben Bewerberinnen und Bewerber allerdings oft die Chance, mit individuellen Erlebnissen, Überzeugungen und Erfahrungen zu punkten.

Wo gibt es in Deutschland die meisten nachhaltigen Start-ups?

In unserem Green-Economy-Gründungsmonitor untersuchen wir gemeinsam mit der Universität Oldenburg regelmäßig Indikatoren und Entwicklungen zu Gründungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und weiteren Feldern der Green Economy. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg weisen im Zeitraum 2006 bis 2016 die höchste Gründungsintensität bei grünen Gründungen auf. Bei den absoluten Zahlen liegen die größeren Städte und Ballungsräume grundsätzlich vorne. Auf Start-Green haben wir beispielsweise über 200 registrierte nachhaltige Start-ups aus Berlin aufgelistet.

Auf was muss man sich als Bewerber im Bewerbungsgespräch einstellen?

Ein Bewerbungsgespräch im Bereich Nachhaltigkeit ist grundsätzlich vergleichbar mit dem „normalen“ zu erwartenden Ablauf. In einem Gespräch lernen sich beide Seiten kennen und erläutern sowohl Details zum Lebenslauf als auch zum Unternehmen. Oft ist die Bewerbung mit einer kleinen Aufgabe verbunden, die vor dem Gespräch oder vor Ort bearbeitet wird. Manche Start-ups geben einem die Gelegenheit, einen kurzen Rundgang durch die Räumlichkeiten zu machen und dabei das Team kennenzulernen.

Sie sind selbst unter die Gründer gegangen. Was ist das Nachhaltige an Ihrer Idee „Sabbatic“?

Seit jeher bin ich sehr viel gereist und hatte oft die Möglichkeit, unterschiedliche Kulturen und Arbeitswelten kennenzulernen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es im Lichte unserer steigenden Lebenserwartung und der immer komplexeren Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt wichtig sein wird, sich kontinuierlich weiterzubilden und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Zudem werden wir auch längere Auszeiten benötigen, um uns neu zu fokussieren und zu erholen. Sabbaticals sind ein wichtiges Mittel hierfür und können meiner Überzeugung nach einen großen Mehrwert für einen selbst, den Arbeitgeber und die Gesellschaft liefern. Sie ermöglichen zudem den nötigen zeitlichen Rahmen, um eine tiefere Auseinandersetzung beim Reisen zu fördern. Langsames und ressourcenschonendes Reisen kann einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von ökologischen und sozialen Problemen des heutigen Massentourismus leisten. Hierfür versuchen wir bei Sabbatic Lösungen zu entwickeln.

Das Interview führte Julia Hoscislawski.

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