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Covid-19-Forschungsnetz : „Was ist denn das für ein Wissenschaftsverständnis?“

  • -Aktualisiert am

Zentrale des Forschungsnetzwerks: die Berliner Charité Bild: dpa

Das Nationale Covid-19-Forschungsnetzwerk reagiert schnell auf die Krise. Die Fachwissenschaftler werden dabei allerdings übergangen. Ein Gastbeitrag.

          2 Min.

          Erst mal war ich ja entschlossen, mich arg zu echauffieren. Da bringt es der Vorstandvorsitzende der Berliner Charité, die nicht nur geographisch das regierungsnächste Universitätsklinikum Deutschlands ist, fertig, der Bundesregierung 150 Millionen Euro für den Kampf gegen das Coronavirus abzuringen. Das ist eigentlich überaus löblich, denn nicht nur viele Firmen und Betriebe, große wie kleine, leiden an Luftnot, auch in den chronisch unterfinanzierten Universitätsklinika sind die Kassen – nicht nur wegen Corona – knapp.

          Überaus löblich also, die Universitätsklinika bei der Seuchenbekämpfung und dem Dienst am Gemeinwohl zu unterstützen. Das Vorhaben nennt sich „Nationales Covid-19-Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin“. Dort soll „kliniknahe Forschung“, „Versorgungsforschung“, „translational“ natürlich, patientenorientiert gemacht werden, und dies vor allem sehr schnell. Freilich ist momentan Eile geboten, weswegen die Macher des Projektes ein ganz neues Verfahren versprechen. Ich zitiere: „Diese Initiative ist ohne Beispiel: Das BMBF fördert zum ersten Mal die gesamte deutsche Universitätsmedizin in einem nicht-kompetitiven Ansatz.“

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