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Gebärdensprache : Die Rhetorik der Augenbraue

  • -Aktualisiert am

Das amerikanische Zeichen-Alphabet Bild: mauritius images / antonel adria

Gebärdensprache wird präsenter. Wie man sich auf der ganzen Welt mit Gesten verständigt, ist trotzdem wenig bekannt. Ein Ausflug ins Reich der Zeichen.

          5 Min.

          Kurz bevor die Tagung beginnt, herrscht das übliche Gewühl. Die Teilnehmer strömen in den Hörsaal, man sucht einen Platz, begrüßt noch kurz Bekannte. Nur das Stimmengewirr ist gedämpfter als sonst bei solchen Veranstaltungen. Der Grund fällt ins Auge: Viele Gespräche werden mit Gebärden geführt, nicht mit der Stimme.

          Hier, beim Kongress für Gebärdensprachlinguistik in der Universität Hamburg, zu dem über 450 Wissenschaftler aus aller Welt gekommen sind, ist das die kommunikative Normalität. Die Vorträge und Diskussionen finden in vier simultan gedolmetschten Konferenzsprachen statt. Drei davon sind Gebärdensprachen: die Deutsche Gebärdensprache, die in Nordamerika verbreitete American Sign Language sowie die internationale Kontaktsprache „International Sign“. Die vierte Sprache ist Englisch – zum Glück für die Minderheit der Teilnehmer, die, wie der Berichterstatter dieser Zeitung, nicht Gebärden können.

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