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Studie : Fünf Universitäten sind besonders effizient

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Lobby der Universität Flensburg Bild: Picture-Alliance

Vergleicht man den institutionellen Aufwand und den Ertrag an deutschen Universitäten, ergibt sich ein erstaunlich dichtes Feld. Demnach hätte die Exzellenzinitiative bisher keine großen Spuren hinterlassen.

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          Bei Universitäts-Rankings wird oft nur auf den Output der jeweiligen Institution geschaut, der sich nach der Anzahl der Veröffentlichungen, nach Wissenschaftspreisen oder Zitationen richtet. Welche Kosten das an den Universitäten verursacht, wird dabei nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie ein Aspekt, den man als Effizienz bezeichnen könnte.

          Ginge es um diesen Gesichtspunkt, ist nach einer neuen Untersuchung des ifo-Instituts in Deutschland eine Gruppe von fünf Universitäten besonders erfolgreich. Dabei handelt es sich um die Universitäten Flensburg, Lübeck, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Heidelberg sowie die Technische Universität München. Insgesamt wurden in der Studie 70 der 76 öffentlichen Universitäten für die Jahre 2004 bis 2015 berücksichtigt.

          Der Leiter der Befragung, Klaus Wohlrabe, erklärte, die Studie vergleiche „institutionellen Aufwand und Ertrag“ miteinander, wobei dem Aufwand die Ausgaben und das Personal einer Universität zugrunde gelegt worden seien, während beim Ertrag „die Anzahl der meistzitierten Veröffentlichungen“ und die Anzahl der Absolventen ausschlaggebend gewesen sei.

          Insgesamt fällt auf, dass die deutschen Universitäten auf dieser Grundlage sehr dicht beieinander liegen. Es gebe, so Wohlrabe, keine Spitzengruppe, „die ihre Ressourcen besonders effizient in exzellente Forschungsleistungen verwandelt“, was „Fragen nach dem Erfolg der Exzellenzinitiative der Bundesregierung“ aufwerfe. Die Autoren der Studie, zu denen auch Sabine Gralka von der TU Dresden und Lutz Bornmann von der Max-Planck-Gesellschaft in München gehören, hatten offenbar erwartet, dass die zusätzlichen Forschungsmittel die Effizienz der geförderten Universitäten stärker positiv beeinflusst hätten.

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