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Karriere machen : Früher Black Box, heute Business-Treiber

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Der 36-jährige Jan Bechler ist CDO bei Thjnk. In Abstimmung mit dem Führungskader der Agentur bringt er die digitale Transformation der Unternehmensgruppe voran. Bild: privat

IT wird zunehmend zur Chefsache, oder, besser gesagt: IT- und Digitalisierungsmanager sind die Chefs von morgen. Doch für solche Chefposten braucht es weit mehr als technisches Wissen.

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          Als Heinz Kreuzer seine Karriere in der IT begann, wurde diese von vielen als eine Art Black Box wahrgenommen: Manager fütterten die entsprechenden Mitarbeiter mit den gewünschten Anforderungen, diese setzten sie um und übergaben die Lösungen zurück an den Auftraggeber. Der Fokus lag auf Prozessoptimierung und Kostenreduktion. Die IT-Abteilung war vor allem Dienstleister für diejenigen, die ein Business voranbringen wollten. Das war 1981. Dass sich der Stellenwert der Informationstechnik seitdem immens verändert hat, liegt auf der Hand.

          Interne Arbeitsprozesse und Kommunikationswege, aber auch Vertriebsstrukturen und Marketing haben in den vergangenen drei Jahrzehnten einen extremen Wandel erfahren, und das nahezu branchenübergreifend. In vielen Bereichen entwickelten sich zudem komplett neue Geschäftsmodelle, die ohne fundierte IT-Kompetenz nicht denkbar gewesen wären. „Heute ist die IT integraler Bestandteil des Geschäfts, wir arbeiten eng mit allen anderen Abteilungen zusammen“, sagt Kreuzer, der seit 1995 für die heutige TUI AG arbeitet, seit 2007 als Chief Information Officer. Sein Arbeitgeber definiert die IT als eine der strategischen Säulen im Unternehmen. Das zeigen, so Kreuzer, auch die Investitionen in seinen Bereich. „Technologie ist mittlerweile zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor der Touristik geworden, sowohl bezogen auf die Buchungstechnik als auch auf die Kundenorientierung. Ohne eine gute Technologie kann man im touristischen Wettbewerb nicht mehr bestehen“, erklärt er. Technologie sei aber auch mit hohen Kosten verbunden und damit eine Aufgabe des Topmanagements. Bei TUI gibt es die CIO-Rolle mit deutlich wachsender Bedeutung und Verantwortung seit 2001.

          Award für herausragende Innovatoren

          Auch in anderen Branchen wird die IT zunehmend zur Chefsache. Das zeigt etwa der Award „CIO des Jahres“, den das Magazin „CIO. IT-Strategien für Manager“ regelmäßig in den Kategorien Großunternehmen und Mittelstand verleiht. 2015 ging er an Michael Nilles, CIO des Aufzugherstellers Schindler, sowie an Sebastian Saxe, der sich als oberster Manager um die IT der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority kümmert. Über den Sonderpreis für Innovation freute sich Henning Schneider, CIO des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, der dort und am Altonaer Kinderkrankenhaus die elektronische Patientenakte einführte, sie mit einem digitalen Medikationssystem verband und damit falsche Medikamentengaben so gut wie unmöglich machte.

          Solche Beispiele machen deutlich, wie sehr sich die Aufgabenfelder von IT-Managern verändert haben. Es geht längst nicht mehr nur darum, Server zu pflegen, Hard- und Software einzukaufen und E-Mail-Adressen einzurichten. „Zu den wesentlichen Aufgaben des CIO gehört es, die strategische Ausrichtung der IT zu entwickeln, das dafür erforderliche Budget zu verhandeln und auf die IT-Projekte zu verteilen. Zudem bin ich dafür verantwortlich, diese Projekte auf den Weg und durch konsequente Steuerung zum Erfolg zu bringen“, sagt Heinz Kreuzer. Inhaltlich spielen Themen wie Big Data und Real-Time-Analytics eine Rolle und damit auch die Koordination von Mitarbeitern aus völlig neuen Berufsfeldern, wie beispielweise der Data-Scientists. Technische Expertise sei für diese Aufgaben unverzichtbare Basis, müsse aber von Business-Kompetenz, Wissen in den Bereichen Finanzen und Strategie sowie interkultureller Kompetenz flankiert werden, so Kreuzer.

          Impulse aufnehmen

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