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Frauen in Führungspositionen : Immer weniger weniger

  • -Aktualisiert am

Die Gehälter von weiblichen Führungskräften steigen stärker als die ihrer männlichen Kollegen. Bild: SOEP / DIW Berlin

Die Gehaltsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften sind 2010 weiter zurückgegangen. Trotzdem verdienen die Frauen immer noch deutlich weniger als die Männer.

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          Die Gehaltsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften sind 2010 so stark zurück gegangen wie seit zehn Jahren nicht. Während die Frauen 2009 noch 25 Prozent weniger verdienten als die Männer, waren es 2010 nur noch 21 Prozent weniger. Seit 2008 hat sich der geschlechtsspezifische Gehaltsunterschied gar um 7 Prozentpunkte verringert.

          Diese Zahlen ergeben sich aus dem sozioökonomischen Panel für Deutschland, das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jedes Jahr auswertet. Weil der Verdienst der Frauen seit 2001 um 800 Euro gestiegen ist, das Gehalt der Männer aber nur um 600 Euro, wird der sogenannte „Gender Pay Gap“ langsam kleiner.

          Trotzdem verdienen weibliche Führungskräfte noch immer mehr als 1000 Euro weniger als Männer in Führungspositionen. Frauen, die eine Vollzeitstelle als Führungskraft haben, bekommen im Mittel rund 3860 Euro monatlich, ihre männlichen Kollegen hingegen rund 4910 Euro.

          Dass Männer immer noch mehr verdienten als Frauen, liege einerseits daran, dass sie immer noch die große Mehrheit der sehr gut bezahlten Führungspositionen besetzten, erklären die Fachleute des DIW. Andererseits aber auch daran, dass Frauen mit einer gleichwertigen Anstellung schlechter bezahlt würden, obwohl sie genauso gut oder besser qualifiziert seien. Die Experten fordern deswegen mehr Transparenz bei den Gehältern, damit sich Frauen auf das Gehalt der männlichen Kollegen berufen könnten.

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