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Fernsehbutler : „Butler werden mit Respekt behandelt“

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Zuletzt in einer Serie: Mark di Frangia Bild: Archiv

Es ist mir egal, dass mich meine Freunde dafür belächeln und den Beruf Butler mit dienen und unterwerfen verbinden. Das ist schließlich in jedem Dienstleistungsberuf so.

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          „Butler bin ich ganz zufällig geworden. Ich lebte in New York und arbeitete als Luftverkehrskaufmann. Aber ich wollte etwas Kreativeres machen. Also habe ich Koch- und Backkurse an der Peter Kump New York Cooking School belegt, eine Catering-Firma aufgemacht, wodurch ich Bürokenntnisse erwerben konnte, und zudem noch Psychologie- und Journalismus-Kurse an der Universität besucht. Über Freunde in der Schweiz bekam ich Kontakt zu einem Ehepaar in Genf, das einen Butler suchte. Die beiden waren kinderlos, hatten keine Haustiere und lebten auf 200 Quadratmetern. Ich konnte hier alle meine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Ich kochte, ging einkaufen, machte den Garten, diente als Chauffeur, betätigte mich als Personal Assistent und als Dolmetscher. Nach zwei Jahren bin ich dann nach Monte Carlo gegangen und war Butler einer achtzig Jahre alten Dame. Ich war rund um die Uhr für sie da, bin sogar mit ihr schwimmen gegangen. Eine Saison später habe ich mir dann aber eine Auszeit gegönnt und bin wieder als Flugverkehrskaufmann tätig gewesen.

          Erst Jahre später wurde ich wieder Butler in Österreich und dann bei einer Familie im Taunus. Vor vier Jahren war ich der Butler in der Serie "El der Millionär". Das war meine letzte Anstellung als Butler. Ich arbeite jetzt in einer Auslandsvertretung in München. Allerdings würde ich gerne wieder als Butler arbeiten, und das am liebsten in einer klassischen Rolle. Dafür würde ich in fast jedes Land gehen.

          Es ist mir egal, dass mich meine Freunde dafür belächeln und den Beruf Butler mit dienen und unterwerfen verbinden. Das ist schließlich in jedem Dienstleistungsberuf so. Als Luftverkehrskaufmann musste ich mich oft beschimpfen lassen, als Butler wurde ich immer mit Respekt behandelt. Außerdem liebe ich die berufliche Abwechslung und passe mich gerne an.“

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