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Neustart in der Krise : Der Kaffeeklatsch fürs Arbeitszimmer

Bloß keine Langeweile im Homeoffice: Tom Suter auf seinem Schreibtisch-Fahrrad Bild: Philipp von Ditfurth

Tom Suter hat mitten in der Pandemie seine Stelle gekündigt und ein Start-up gegen Einsamkeit im Homeoffice gegründet. Erster Teil der Serie „Neustart in der Krise“.

          6 Min.

          Wenn Tom Suter im Homeof­fice arbeitet, dann sitzt er selten still. In seinem ehemaligen Gästezimmer, in dem vor Corona häufig seine Eltern übernachteten, hat er sich ein höhenverstellbares Pult eingerichtet. Statt eines Bürostuhls hat er ein Schreibtisch-Fahrrad unter die Tischplatte geschoben, eine Art Heimtrainer ohne Lenker. Seine Fahrrad-Liebe passt insofern ins Klischee, als dass Suters Homeoffice zwar im malerischen Dörfchen Appenzell in der Schweiz liegt, er selbst aber ursprünglich aus den Niederlanden stammt. Jedenfalls kann er in seinem Arbeitszimmer strampeln und tippen gleichzeitig. „Würde ich jedem empfehlen“, schwärmt er, während er mit der Handykamera sein Umfeld filmt.

          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Wir haben uns in einem kurzen Videochat getroffen. Sieben Minuten hat Suter, 42 Jahre alt, studierter Informatiker, Zeit, mich durch sein Homeoffice zu führen. In einer Ecke steht - mit roter Bettwäsche bezogen - noch immer das Gästebett. An der Wand hat er eine riesige Weltkarte aufgehängt, ein schöner Hintergrund für Videokonferenzen, zumal in Zeiten, in denen das Reisen noch immer eingeschränkt ist. Das Wohnzimmer ist aufgeräumt und führt zu einer breiten Terrasse mit Loungemöbeln. „Dort arbeite ich auch mal bei schönem Wetter“, sagt Suter. Wir quatschen noch ein bisschen über Homeschooling in Deutschland und der Schweiz – schon ist das kurze Treffen wieder vorbei, der Handycall schaltet sich automatisch ab.

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