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Akademischer Mittelbau : Der große Frust über die Frist

  • -Aktualisiert am

Vertreter des akademischen Mittelbaus demonstrieren vor der Humboldt Universität Bild: Kay Herschelmann

Das Gesetz für Zeitverträge in der Wissenschaft soll die Ausbeutung des akademischen Mittelbaus begrenzen. In der Praxis fehlt es aber an klaren Vorgaben.

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          Der Sturm auf die Bastille fand nicht statt: Zwar zog im Mai die Initiative „Frist ist Frust“ vor das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Auch antworteten im Juni verärgerte Mittelbauvertreter auf einen Beitrag von Albrecht Koschorke und forderten Perspektiven statt Projekte. Anstelle der Revolution kamen freilich die Semesterferien. In der „Bayreuther Erklärung“ sprachen sich die Kanzlerinnen und Kanzler deutscher Universitäten nun kurz vor Vorlesungsbeginn nachdrücklich für das Befristungssystem aus. Nur so lasse sich die Hochschule als qualifizierendes System für nachfolgende Generationen offenhalten.

          Deutliche Kritik kam nicht nur von Betroffenen: Befristet sind viele Hochschulstellen ohne reale qualifizierende Perspektive. Und welche außeruniversitäre Laufbahn eröffnet die Habilitation? Alle Beteiligten wissen nur zu gut, dass es nicht um einfache Rezepte, sondern um Stellschrauben in einem komplexen System geht. Dieses System ist so unübersichtlich wie träge. So werden auch in diesem Wintersemester zahlreiche junge Forscher und Forscherinnen ihre Arbeit unter den Bedingungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes aufnehmen, ohne genau zu wissen, worauf sie sich einlassen.

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