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Immer mehr Fernlehrgänge : Hauptsache, es klingt seriös

  • -Aktualisiert am

Weiterbilden von Zuhause: Fernlehrgangsanbieter machen es möglich. Bild: Picture-Alliance

Achtsamkeitstrainer oder Mentalcoach: Anbieter sprechen gern von „Studium“, auch wenn ihre Lehrgänge eigentlich Weiterbildungen sind, die mit wissenschaftlichem Arbeiten nicht viel zu tun haben.

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          Von der Kassiererin zur Filialleiterin hatte Nadine Berdi bei der Deutschen Bank Karriere gemacht – bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihre Filiale betriebsbedingt geschlossen wurde. Ihre Mitarbeiter hatten Existenzsorgen, waren gestresst. Berdi holte sich Hilfe von außen, begann sich mit Stressmanagement zu beschäftigen und mit Bereichen, die man „Mentalfitness“ nennt. Sie fing Feuer. Schließlich kündigte sie bei der Bank, um als Coach neu zu beginnen.

          Berdi bezahlte die Weiterbildung, die sich „Fernstudium Mentaltrainer/-in“ nennt, aus eigener Tasche, weil das Arbeitsamt die Förderung für die Bankerin nicht beisteuern wollte: Angefangen beim neurologischen Grundwissen über Entspannungsverfahren bis zu „Lebensthemen“, wie „Schlank sein beginnt im Kopf“ oder „Der Umgang mit Geld“ arbeitete sie sich durch 16 Themenhefte. Ein Seminar, wo der Stoff durchgenommen und erklärt wird, gab es nicht. „Das ist schon anspruchsvoll“, findet Berdi.

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