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Gendersprache an Unis : Vorrang hat die Verständlichkeit

  • -Aktualisiert am

Das ominöse Gendersternchen kann für geschlechtergerechte Sprache sorgen. Bild: Picture-Alliance

Viele Hochschulen empfehlen ihren Mitarbeitern das Gendern oder schreiben es sogar vor. Doch die Wissenschaftsfreiheit setzt ihnen Grenzen. Ein Gastbeitrag.

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          Obwohl die gesellschaftliche Debatte über das „Gendern“ der Sprache hohe Wellen schlägt, kommen die rechtlichen Dimensionen der Diskussion zu kurz. Auf der einen Seite des Meinungsspektrums steht die Auffassung, dass biologisch nicht männliche Personen durch Verwendung des generischen Maskulinums unzureichend erfasst werden. Wäre das eine Persönlichkeitsrechtsverletzung? Im Beschluss zur personenstandsrechtlichen Registrierung des biologischen Geschlechts („Drittes Geschlecht“) hat das Bundesverfassungsgericht ausgeführt, dass die geschlechtliche Identität ein konstitutiver Aspekt der Persönlichkeit sei. Geschützt sei sie auch bei jenen Personen, die weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen seien.

          Danach ist es zwar persönlichkeitsrechtsrelevant, eine Person so anzusprechen oder zu beschreiben, dass ein anderes als ihr tatsächliches biologisches Geschlecht zum Ausdruck kommt. Einer in diesem Sinne unzutreffenden Ansprache oder Beschreibung soll das sprachliche „Gendern“ jedoch ersichtlich nicht begegnen. Vielmehr ist dessen zumindest unausgesprochene Prämisse, dass Personen insoweit zwar „richtig“ angesprochen oder beschrieben, dabei jedoch zurückgesetzt werden.

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