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Die Karrierefrage : Wie viel Plagiat ist erlaubt?

  • -Aktualisiert am

Richtig zitieren, um Plagiate zu vermeiden: Eine Studentin sitzt an einer Hausarbeit. Bild: AFP

Immer wieder geraten Politiker wegen Schummeldissertationen unter Druck. Aber auch Schreiber von Bachelor-Arbeiten bewegen sich oft auf einem schmalen Grat.

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          Auf den ersten Blick scheint alles so einfach: Kopieren und keine Quelle angeben ist verboten und nennt sich Plagiat. Das lernt man eigentlich schon in der Schule oder spätestens in den ersten Unisemestern. Die Realität ist aber komplexer: „Die Frage, wo Plagiat anfängt, ist unter Umständen nicht so leicht zu beantworten“, sagt Berit Sandberg, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und Autorin des Buchs „Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat“. Grundsätzlich sei Plagiat verboten, es gebe aber viele Grauzonen, und diese führten bei Studierenden zu Unsicherheiten.

          Für Sandberg ist es sinnvoll, die verschiedenen Formen des Plagiats zu unterscheiden. Am bekanntesten ist das Vollplagiat, also das Abschreiben von wörtlichen Zitaten, ohne sie als solche zu kennzeichnen. Dass kann von Sätzen bis hin zu mehreren Seiten gehen. Vollplagiate waren auch die Mehrheit der Fälle, in denen berühmte Personen jüngst mit ihren Betrugsversuchen Schlagzeilen machten; etwa Karl-Theodor zu Guttenberg, der seinen Doktortitel aberkannt bekam.

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