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Die Karrierefrage : Lohnt sich Bildungsurlaub?

  • -Aktualisiert am

Wer sich Bildungsurlaub in den Kalender schreiben will, muss einiges beachten, bevor es losgehen kann. Bild: dpa

Was haben Social-Media-Training und Klangmeditationen gemeinsam? Für beides gibt es eine ganze Woche frei. Bloß: die Regeln sind schwer zu durchschauen.

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          Ellen Peine ist ein Sonderfall. Zum dritten Mal in ihrem Leben belegt die 47 Jahre alte Frau ein Bildungsurlaubseminar, die meisten Menschen in Deutschland wissen nicht einmal, was das ist. Doch die Marketingspezialistin eines international aufgestellten IT-Unternehmens habe dort gemerkt, „dass mir meine Arbeit über den Alltagstrott hinaus richtig Spaß macht“. Das Gute ist: Peine muss keinen normalen Urlaub nehmen, um ihr Wissen über Content Marketing aufzufrischen. Hinter dem Konzept Bildungsurlaub verbirgt sich die Möglichkeit, einmal im Jahr mehr über sich selbst, seinen Beruf oder gesellschaftspolitische Themen zu erfahren und weiterhin von seinem Arbeitgeber bezahlt zu werden.

          An der Volkshochschule Frankfurt sitzt Peine inmitten von Flipcharts und kritzelt ihre neuste Erkenntnis in einen Spiralblock. Fünf Tage lang übt sie zusammen mit einem Dutzend anderer Bildungsurlauber in Rollenspielen, wie sie im Beruf Gespräche führen und für sich nutzen kann. Dabei geht es auch mal hart zur Sache: „Frau Betriebsrätin, dass sie in Firmenentscheidungen reinzureden versuchen, ist ja, als ob die Affen den Zoo regieren wollen“, wirft der Kursleiter Peines Sitznachbarin an den Kopf.

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