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Die Karrierefrage : Soll ich mich coachen lassen?

  • -Aktualisiert am

Zwei Teilnehmende des Social Impact Lab besprechen Details zu einer von ihnen entwickelten Handy-App. Das Projekt bietet jungen Menschen mit Migrationshintergrund unter anderem ein Coaching an, um sie bei ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen. Bild: dpa

Knatsch mit dem Chef, eine neue Position, zu wenig Freizeit: Coaching gilt als Allheilmittel im Berufsleben. Doch nicht immer ist es auch sinnvoll. Das liegt auch am unreguliertem Markt.

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          Zwischen Chef und Mitarbeiter knirscht es. Die Arbeit erscheint nicht mehr so richtig sinnvoll. Das Team ist zerstritten und findet nicht mehr auf einen Nenner. Gründe, warum Menschen in der Berufswelt darüber nachdenken, sich coachen zu lassen, gibt es viele. Hansjörg Künzli, Professor für angewandte Psychologie an der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaft, beschäftigt sich schon lange mit Coaching und Beratung. Für ihn ist dabei wichtig, dass es sich um einen zielgerichteten und zur Person passenden Ansatz handeln sollte. Coaching bearbeitet keine festen Themenfelder, sondern kann sich etwa mit Fragen der Work-Life-Balance, Führung oder persönlicher Weiterentwicklung auseinandersetzen. Grundsätzlich habe Coaching laut Künzli einen recht breiten Ansatz, mit dem es versucht, Hürden methodisch zu übersteigen.

          „Es kann immer dann helfen, wenn man mit einem Anliegen allein nicht weiterkommt“, sagt er. Vor allem wenn die Fragen, vor denen man steht, eher an einem Prozess als an Inhalten hängen und die Betroffenen das Gefühl haben, den roten Faden aus den Augen verloren zu haben, kann ein Coaching dabei helfen, aus gefühlten Sackgassen auszubrechen. Coaching wird nicht nur von Privatpersonen in Anspruch genommen, sondern auch häufig von Unternehmen, die zum Beispiel ihre Führungskräfte weiter schulen und qualifizieren wollen.

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