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Die Karrierefrage : Was bedeutet Corona für den Auslandseinsatz?

  • -Aktualisiert am

Ein Reisender steht mit seinem Koffer auf einem Fahrsteig Bild: dpa

Die Folgen der Pandemie bringen die Pläne von Managern im Ausland durcheinander: Einige können ihre Stelle nicht antreten. Andere wollen zurück. Was tun?

          5 Min.

          Den vergangenen März wird Friedrich Kuhn in denkbar schlechter Erinnerung behalten. Bis dahin lief sein Berufsleben geplant und organisiert ab. Dann wollte der 45 Jahre alte Manager eines Dienstleistungsunternehmens mit seiner Familie für fünf Jahre in die Vereinigten Staaten umziehen – sorgsam abgestimmt mit seinem Arbeitgeber. Die Wohnung in Deutschland war gekündigt, die Kinder aus der Schule abgemeldet, seine Ehefrau hatte ihren Job gekündigt. Und dann warf die Corona-Pandemie alle Pläne durcheinander. Friedrich Kuhn heißt in Wahrheit anders, er möchte nicht seinen Namen in der Zeitung lesen.

          Die Virus-Krise hat auch die Welt der Expatriates oder angehenden Expats, wie sie verkürzt heißen, auf den Kopf gestellt. Expats sind Fach- oder Führungskräfte, die für ihr Unternehmen ins Ausland entsandt werden, meistens für vier bis fünf Jahre. Wenn sie Familie haben, nehmen sie diese meist mit. Sie lernen eine fremde Kultur kennen, verdienen durch Auslandszulagen nicht selten mehr als hierzulande. Und sie sind durch ihre Erfahrung eine Bereicherung für ihren Arbeitgeber. Für einige Manager ist das eine verlockende Alternative zum Arbeitsplatz in Deutschland. Und in Zeiten der Globalisierung für Unternehmen eine gutgeübte Notwendigkeit, um den Austausch zwischen den Konzernteilen zu fördern.

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