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Die Karrierefrage : Machen bald Roboter meine Arbeit?

Accenture-Studie: 38 Prozent unser heutigen Arbeit sind grundsätzlich automatisierbar Bild: AFP

Intelligente Maschinen könnten eine Bedrohung sein. Nehmen sie uns die Arbeitsplätze weg? Das befürchten viele. Dabei können wir selbst einiges tun, damit es nicht so kommt.

          5 Min.

          Wer sich große Sorgen macht, dass Roboter den Menschen bald schon Hunderttausende Arbeitsplätze abjagen werden, der sollte Stefano Stramigioli zuhören. Der ist Wissenschaftler und Fachmann für Robotik an der niederländischen Universität Twente und sagt: „Solange ich lebe, wird kein Roboter einen Klempner ersetzen können.“ Weil Stramigioli mit Mitte fünfzig hoffentlich noch ein paar Lebensjahrzehnte vor sich hat, klingt das wie eine tröstliche Aussicht – vor allem für all jene, die den Vormarsch von Robotern in der Arbeitswelt in düsteren Farben malen. Deren Skepsis scheint längst mehrheitsfähig zu sein. Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Linz fanden mittels einer Befragung von mehr als 80 000 Menschen in 27 Ländern heraus, dass Roboter im Jahr 2017 deutlich negativer beurteilt wurden als fünf Jahre zuvor. Hier spiegelte sich die Sicht vom Roboter als Arbeitsplatzvernichter. Zumal es Studien gibt, die die schlimmsten Erwartungen befeuern: Sie gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 etwa ein Fünftel aller Arbeitsplätze durch Roboter ersetzt werden können.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Diskussion über das Ausmaß der Veränderungen ist schon deshalb schwierig, weil sie ziemlich durcheinandergeraten ist. Da wird von den vermeintlichen Job-Killern Automatisierung, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz gesprochen – und die Roboter, die nur ein Teil dessen sind, werden meistens undifferenziert eingepreist. Die Väter der alarmistischen Vorhersage, die Wissenschaftler Benedikt Frey und Michael Osborne aus Oxford, kamen 2013 in einer Arbeit zu den Beschäftigungsfolgen der Digitalisierung zu dem Schluss, dass knapp 50 Prozent der Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten künftig durch Computer ersetzbar seien. In der Arbeitsmarktforschung wurde seitdem kaum etwas häufiger zitiert als ihre Studie. Roboter spielten auch bei ihnen nicht die Hauptrolle.

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