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Die Karrierefrage : Was steht eigentlich in meiner Personalakte?

  • -Aktualisiert am

Wer im Unternehmen letztlich Einblick in die Personalakten der Arbeitnehmenden erhält, ist streng geregelt. Bild: dpa

Jeder hat sie, kaum einer kennt sie: die eigene Personalakte. Viele Beschäftigte wissen nicht, was drinstehen darf oder wie sie einen Einblick bekommen können.

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          Verstaubte, farbig eingebundene Papierakten gibt es kaum noch. Heute nutzen die meisten Unternehmen Verwaltungssysteme zur Steuerung ihres Personals: „Wenn wir von einer Personalakte sprechen, ist oft die elektronische Personalakte gemeint“, sagt Tim Wybitul, Partner im Frankfurter Büro der Anwaltskanzlei Latham & Watkins LLP. Der erfahrene Jurist berät Unternehmen unter anderem bei der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung und des Arbeitnehmerdatenschutzes. Auch wenn die Personalakte in Papierform längst von digitalen Systemen abgelöst wurde, bleibt die Frage nach dem Inhalt: Was steht drin, und darf das da überhaupt drinstehen? Darf ich als Arbeitnehmer Einblick in meine Personaldaten fordern?

          Eine Personalakte enthält insbesondere Arbeitsverträge, Adress- und Kontodaten, Lebensläufe, Zeugnisse, Informationen zur Sozialversicherung und Krankenkasse sowie Urlaubsanträge und etwaige Abmahnungen. Doch wer davon ausgeht, dass in Deutschland alles gesetzlich verankert ist, muss sich wundern: Eine Vorschrift, die den Arbeitgeber verpflichtet, für jeden Arbeitnehmer eine Personalakte anzulegen, existiert nicht – außer im Beamtenrecht (§ 106 BBG).

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