https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/die-karrierefrage/die-karrierefrage-wie-viel-multitasking-ist-moeglich-18336426.html

Die Karrierefrage : Wie viel Multitasking ist möglich?

  • -Aktualisiert am

Wer hat schon drei Hände? Bild: F.A.Z.

Staubsaugen in der Videokonferenz, aufploppende Chatnachrichten während der Vertragsformulierung: In der digitalen Arbeitswelt passiert viel gleichzeitig. Wie bewältigen wir das?

          5 Min.

          Viele Dinge gleich­­zeitig zu tun – das gehört für manche Menschen zum Berufsalltag. „Mit den neuen Medien ist die Versuchung groß, ständig auf verschiedenen Kanälen zu arbeiten“, sagt Thomas Rigotti, Professur für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie in der Universität Mainz. „Doch ein Zuviel davon kann unser Hirn überlasten, die Leistungsfähigkeit verschlechtern und uns womöglich krank machen.“ Die Einführung neuer Software habe immer mehr Möglichkeiten zum Multitasking geboten, erzählt Dorothea Engel, die seit 22 Jahren als Juristin in einer internationalen IT-Firma arbeitet. „Ich fühle mich zum Glück dazu nicht gezwungen. Man muss aber aufpassen, dass das Positive überwiegt und es nicht zur lästigen Gewohnheit wird.“

          Der Begriff Multitask soll erstmalig im Jahr 1965 in einer Veröffentlichung von IBM aufgetaucht sein. Er bezeichnete die Fähigkeit des damaligen Betriebssystems, mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen zu lassen. Heute wird unter Multitasking landläufig verstanden, zwei oder mehrere Aufgaben simultan zu erledigen. Das sei aber von der Funktion unseres Hirns her nur sehr selten möglich, sagt Rigotti. „Meist bearbeitet man Aufgaben in schnellem Wechsel, und es scheint einem nur so, als mache man sie simultan.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Elektro-Fahrräder : Yamaha will mit E-Bikes den Ton angeben

          Yamaha, hierzulande bekannt für guten Klang und Motorroller, besetzt ein Trio für den europäischen E-Bike-Markt. Erste Testfahrten zeigen: Die Räder sind technisch hochwertig und gut verarbeitet.
          Ziemlich gute Freunde?  FIFA-Präsident Gianni Infantino (links) im Gespräch

          Korruptionsjäger Pieth : „Die FIFA wurde von Qatar gekauft“

          Mark Pieth hält den Fußball-Weltverband für eine „Bande von Schwächlingen“. Aus Sicht des Schweizer Strafrechtlers sollte sich die UEFA geschlossen gegen den „wirren“ FIFA-Präsidenten Infantino stellen.