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Die Karrierefrage : Welche Meetings soll ich in Präsenz besuchen?

  • -Aktualisiert am

Reicht es auch per Zoom? Die Antwort ist wie so oft: Es kommt darauf an! Bild: REUTERS

Seit der Pandemie ist es immer häufiger möglich, an Besprechungen digital teilzunehmen. Nun müssen viele Berufstätige entscheiden, was sie online und was sie vor Ort machen. Gar nicht so leicht!

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          Online-Meetings gibt es schon lange, doch erst die Corona-Pandemie hat ihnen zum Durchbruch verholfen. Zuerst erlebte der US-Anbieter Zoom einen gewaltigen Aufschwung, dann startete Branchenprimus Microsoft eine Offensive für seinen Dienst „Teams“. Die Zahl der Nutzer der Online-Plattform hat sich in den Jahren 2017 bis 2022 vervielfacht: von zwei auf jetzt 270 Millionen, Tendenz steigend. Gemeinsam Ideen sammeln, Termine finden oder Dokumente bearbeiten – all das ist heutzutage problemlos über solche Tools möglich. Zwar scheinen die Hochzeiten der Pandemie momentan vorbei zu sein, und Arbeitgeber sind nicht mehr dazu verpflichtet, das Arbeiten von zu Hause möglich zu machen. Trotzdem arbeitet fast ein Viertel der Beschäftigten in Deutschland weiter im Homeoffice, zeigt eine Umfrage des Ifo-Instituts, die erst vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Sind persönliche Begegnungen in der heutigen, digitalisierten Arbeitswelt also überhaupt noch relevant?

          Ja, sagt die Arbeitspsychologin Anna Lammert-Hejl aus Wien. Im Interview – das übrigens auch digital ablief – erklärt sie, warum sich persönliche Gespräche positiv auf die Arbeitsbeziehungen von Kollegen auswirken können. „Für eine gute Zusammenarbeit braucht es in erster Linie Vertrauen”, sagt die Psychologin. „Und das bauen wir auf, wenn wir uns in die Augen sehen und die Körpersprache deuten können.“ Vertrauen verstärkt wiederum kooperatives Verhalten, „und dadurch steigt die Leistung“, sagt Lammert-Heil. Non-verbale Signale sind in der Realität deutlich einfacher zu erkennen als durch die Webcam. Wenn ein Gesprächspartner zum Beispiel eine Pause einlegt, lässt sich im Videogespräch nur schwer feststellen, ob das Gegenüber eine Kunstpause macht, die Technik hakt, oder ob derjenige einfach nur nebenbei eine Mail liest.

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