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Die Karrierefrage : Was darf ich bei der Arbeit twittern?

Das Twitter-Fenster ist auch im Beruf bei vielen geöffnet. Bild: Frank Röth

Von Trump bis zum einfachen Angestellten: Viele twittern während der Arbeit – und über sie. Das kann günstige Werbung sein oder ein PR-Albtraum. Chefs können wenig reinreden.

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          Wenn der Arbeitgeber den eigenen Finanzvorstand mit Bierhelm und freiem Oberkörper auf der Datingplattform Tinder erspäht, trübt sich die Laune in der Chefetage meist ein. Wenig Freude bereitet wohl auch eine flammende Rede gegen „Asylanten“, die ein Kollege über Youtube verbreitet. Wäre es dagegen nicht wünschenswert, dass sämtliche Angestellten – wenn sie ihre Zeit schon mit sozialen Medien vertändeln – dort kräftig für das neueste Produkt werben? Der Umgang mit Twitter, Instagram & Co. ist ein heikler Balanceakt.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Gut dran ist dagegen, wer durch seinen Arbeitgeber einen Account gestellt bekommt und dank seiner Funktion viele Follower hat – wie etwa Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Die frühere Weinkönigin aus Rheinland-Pfalz warb jüngst auf ihrem ministerialen Instagram-Account für das Weingut Aloys Klöckner. Das dürfte dem familieneigenen Betrieb einigen Schub geben: Der Politikerin folgen 32.000 Menschen, das Weingut hat 400 Follower. Die Kritik folgte prompt: Von „Schleichwerbung“ war in den Kommentaren die Rede. Das Ministerium betont, es handele sich um den privaten Account der Ministerin.

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