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Die Karrierefrage : Wann muss ich die Karriere meines Kindes planen?

Ein frustrierter Schüler lernt Mathe. Vor ihm eine Auswahl an Hilfsmitteln Bild: Jan Roeder

Englisch schon im Kindergarten, Klavierstunden sowieso, dann ab aufs Gymnasium, zur Not mit Nachhilfestunden: Geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner?

          5 Min.

          Die meisten Eltern eint ein ehrenvoller Gedanke: Sie wollen das Beste für ihr Kind. Zuweilen wollen sie das so sehr, dass sie sich fragen: Muss ich schon in der Grundschule Dinge beachten, damit der Sprössling die besten Startchancen hat? Böse könnte man antworten – weshalb erst in der Grundschule, dann ist es doch viel zu spät!

          Ursula Kals

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Englisch im Kindergarten ist längst nicht mehr exklusiven privaten Einrichtungen vorbehalten, das bietet selbst der Zwergenhort in der Provinz an. Die Vernünftigen unter den besorgten Eltern haben auch gar keine Tigermums oder Eiskunstlaufeltern im Blick, die die Tage ihrer Kleinkinder vom Geigen- bis zum Spanischunterricht durchtakten. Nein, es geht auch nicht um eine gehässig-glossierende Betrachtung, die von der Mozart-Beschallung für den Fötus über den Karatekurs für Kleinkinder bis hin zur Kinderuni reicht, nicht zu vergessen den Termin fürs autogene Training, weil Stella-Marie erstaunlicherweise Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat. Es geht vielmehr darum, mal einen Gang runterzuschalten und sich nicht von der Flut an Angeboten – von denen viele reine Geschäftemacherei auf Kosten der Kleinsten sind – verrückt machen zu lassen.

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