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Die Karrierefrage : Verliebt im Büro – kann das gutgehen?

Die Kontaktbörse Arbeitswelt hat ihre Vor- und Nachteile. Bild: Getty

Kollegen verbringen viel Zeit zusammen und haben gemeinsame Interessen. Natürlich ist der Arbeitsplatz deshalb auch eine Partnerbörse. Wieso sie heikel sein kann und wie man eine Büroromanze optimal angeht.

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          „Zu viel Nähe verträgt keine Beziehung, Erotik braucht auch Fremdheit und Spannung“, findet Christine Backhaus und ist sogleich mitten im Thema. An die Frankfurter Diplom-Psychologin wenden sich häufig Menschen, die mit der Liebe am Arbeitsplatz Probleme haben. Das liegt auch am Standort mit mehr als 50 Prozent Singles. „Im Rhein-Main-Gebiet leben viele Banker, Unternehmensberater und Anwälte, die recht erfolgreich im Leben stehen, mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten, sich dort verlieben und dann manchmal nicht weiterwissen. Nicht selten sind das Chefs, die sagen: Ich weiß nicht, was ich machen soll“, sagt Backhaus und schiebt hinterher: „Das hat mit Persönlichkeitsentwicklung und Coaching zu tun, nichts mit Therapie.“

          Ursula Kals
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Sich im Büro zu verlieben, dafür gibt es ausgezeichnete Gründe. Es liegt in der Natur der schönsten Sache der Welt, weshalb das schon jedem dritten Arbeitnehmer am eigenen Leib widerfahren ist. Der ganze Partnerschaftsbörsen-Erwartungsdruck-Krampf entfällt. Nichts spricht dagegen, sich nebenbei umzuschauen, ob jemand in Erscheinung tritt, der hervorragend ins Privatleben passen würde. „So bekomme ich einen ganz anderen Ausschnitt präsentiert, anders als kurze Dates, wo ich keine zweite Chance kriege“, sagt Backhaus.

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