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Die Karrierefrage : Sind Sportler die besseren Kollegen?

  • -Aktualisiert am

Welcher Sportlertyp zu welcher Stelle passen könnte, ist noch weitgehend unerforscht. Doch eine private Universität hat einen Schritt in die Richtung unternommen. Bild: Wolfgang Eilmes

Sportler sollen oft die besseren Unternehmer sein – denn, wer Sport treibt, gilt auch im Büro als leistungsorientierter, belastbarer, ausdauernder. Kann das stimmen?

          5 Min.

          Die Frage, ob Sportler bessere Kollegen sind, erscheint wie ein schlechter Witz – jedenfalls mit Blick auf Stefan und Erik Pfannmöller. Die Brüder aus Halle an der Saale haben, obwohl noch keine 40 Jahre alt, einen Lebenslauf vorzuweisen, der eher auf die Frage hinausläuft: Sind Sportler die besseren Unternehmer? Beide fuhren vor Jahren als Kanuten – salopp formuliert – alles in Grund und Boden, nahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teil, waren Weltcupsieger. Kurzum: Stars in einer Sportnische, die keine Berühmtheiten hervorbringt, aber regelrechte Arbeitstiere. Die Pfannmöllers zum Beispiel. Kaum waren ihre Karrieren beendet, gründeten sie getrennt voneinander mehrere Start-ups – Schwerpunkte: Beratung, Software, Vermarktung –, gewannen Investoren, stellten Dutzende Beschäftigte ein. Heute gelten sie als sehr sportliche und sehr erfolgreiche Unternehmer.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Zusammenhang zwischen körperlicher und ökonomischer Leistungsfähigkeit liegt für sie auf der Hand. Erik Pfannmöller hat die Erfahrung gemacht, dass Leistungssport mit Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen gleichgesetzt wird. Das schaffe einen Vertrauensvorsprung. Bruder Stefan glaubt sogar, dass es für ihn mit dem Geld von Investoren nichts geworden wäre, hätte er nicht 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen die Bronzemedaille gewonnen. So viel zu den Nachwirkungen und beruflichen Vorteilen sportlichen Ruhms.

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