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Helmholtz-Chef Wiestler : Des Tigers kleine Sprünge

  • -Aktualisiert am

Mann mit großen Ambitionen: Helmholtz-Chef Otmar Wiestler Bild: Steffen Jänicke/Helmholtz-Gemein

Helmholtz-Chef Otmar Wiestler trat mit großen Zielen an. Doch unter seiner Leitung wird die größte deutsche Forschungsorganisation von Rückschlägen und Affären geplagt.

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          Man schaffe es nicht immer, beliebt zu sein, gab die frühere Bundesforschungsministerin Johanna Wanka dem Neuropathologen Otmar Wiestler 2015 mit auf den Weg, als er Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft wurde. Mehr Wissenschaft als Helmholtz habe „keiner zu bieten“, zitierte ihre baden-württembergische Kollegin Theresia Bauer damals einen Artikel aus dem „Manager Magazin“, „mehr Ärger aber auch nicht“. Das hat sich wohl bewahrheitet, eine andere Vorhersage jedoch nicht: „Wenn es einer schafft, das Helmholtz-Image wieder blank zu polieren, dann Wiestler.“

          Dabei tut er viel für dieses Ziel. Die Helmholtz-Gemeinschaft sei eine Forschungsorganisation, die sich eine sehr ehrgeizige Aufgabe gestellt hat, sagt Wiestler, wenn man ihn nach deren Entwicklung fragt: „Wir leisten Spitzenforschung auf höchstem Niveau für einige große gesellschaftliche und wissenschaftliche Herausforderungen. Wir sind in vielen Bereichen in der Weltklasse vertreten, wir sind in manchen Bereichen weltführend. Genau das muss der Anspruch einer Organisation sein, die so großzügig institutionell von der Bundesregierung und von den Ländern gefördert wird.“

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