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Auch während des Lockdowns : Keine Atempause für Mobbingopfer

  • -Aktualisiert am

Verletzend in Wort und Bild: Mobbing hat sich längst im digitalen Raum breitgemacht. Bild: dpa

Mobbingopfer hatten auch während des Corona-Lockdowns keine Ruhe: Oft verlagerte sich die Schikane von Schule und Uni ins Internet. Betroffene fühlten sich noch isolierter als zuvor.

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          Vor rund einem halben Jahr fing es an: „Witz des Tages“, „Sieht die wieder scheiße aus“, „Dich will eh niemand“ und „Wer ist dafür, die zu ignorieren?“ – Kommentare wie diese las die elf Jahre alte Alina Meiser plötzlich ständig unter Fotos, die eine Mitschülerin von ihr in der Whatsapp-Gruppe ihrer Klasse gepostet hatte. Die Mitschülerin war neu an der Schule und hatte beschlossen, Meiser nicht zu mögen.

          Zuerst nahm die Sechstklässlerin die Angriffe nicht ernst, versuchte, die Kommentare wegzulächeln und Gerüchte zu ignorieren, die die Mitschülerin über sie verbreitete. Doch es wurde immer schlimmer: Irgendwann traute sie sich nicht mehr, zurückzuschreiben, wollte sich unsichtbar machen. Als die Belästigungen zunahmen und sich die ganze Klasse über sie lustig machte, ertrug Meiser es nicht mehr und trat aus der Whatsapp-Gruppe aus. Dann kam Corona – und die Situation spitzte sich weiter zu.

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