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Arbeiten im Corona-Sommer : Schlaflos in Mannheim

Für die Datenwissenschaftlerin Annelies Blom war die Corona-Krise ein wissenschaftlicher Glücksfall. Bild: Verena Müller

Corona verändert die Gesellschaft rasant. Kaum jemand weiß so viel darüber wie die Datenwissenschaftlerin Annelies Blom. Sie erlebt gerade einen der spannendsten Sommer ihrer Karriere.

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          Der kleine Balkon von Annelies Blom liegt im zweiten Stock eines Altbau-Mehrfamilienhauses aus braunem Backstein, nur zwei Straßen vom Mannheimer Neckarufer entfernt. In den Blumenkästen wachsen Pfefferminze und Stiefmütterchen, an den Metallstreben der Brüstung ranken sich Bohnen nach oben.

          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          In der Mitte stehen zwei schlichte Alu-Gartenstühle an einem runden Mosaiktisch. Die Tischplatte ist gerade groß genug für Bloms Laptop, das Smartphone, eine Teetasse und vielleicht hin und wieder ein einzelnes Buch. Hier – oder bei schlechtem Wetter drei Schritte entfernt, drinnen an ihrem Küchentisch – ist in den vergangenen Monaten Deutschlands wohl bekannteste Forschung zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Pandemie entstanden: die Mannheimer Corona-Studie.

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