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Pandemie : Geldsorgen belasten junge Leute

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Nicht zuletzt Kellnern ist ein beliebter Studentenjob. Bild: dpa

Ein Drittel der 16- bis Ende 20-Jährigen macht sich große Sorgen, wie sie künftig Ausbildung und Studium finanzieren können. Grund dafür ist laut einer Forsa-Umfrage vor allem die Pandemie. Das ist aber nur eine von vielen Ängsten.

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          Junge Leute haben große Angst, wie sie Ausbildung und Studium finanzieren sollen. Erst recht seit der Corona-Krise. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmänninschen Krankenkasse unter 1000 Befragten. Mit der Bafög-Reform werden Auszubildende und Studierende im kommenden Schuljahr und Wintersemester mehr Geld erhalten. Dies scheint dringend notwendig zu sein, denn laut der Umfrage des belastet sie die Finanzierung von Ausbildung und Studium stark. So befürchtet ein Drittel der befragten 16- bis Ende 20-Jährigen finanzielle Defizite mit Blick auf die kommenden Monate.

          Jeder Achte macht sich deshalb sogar sehr große Sorgen. Dies ist vor allem der Pandemie geschuldet, denn während der Krise fielen viele Studentenjobs, etwa in der Gastronomie, weg. Darüber hinaus konnten und können einige Eltern ihre Kinder wegen krisenbedingter beruflicher Probleme nicht mehr wie gewohnt unterstützen.

          Laut Deutschem Studentenwerk (DSW) ist die Bafög-Reform längst überfällig, hätte die Staatshilfe bereits in den vergangenen Jahren ausgebaut und an neue Lebensrealitäten angepasst werden müssen. Corona ist so eine neue Lebensrealität, die gerade junge Menschen besonders hart trifft, nämlich in einer entscheidenden Phase ihres Lebens: zwischen Schule und Beruf, zwischen Partnersuche und Familiengründung. Droht dann der finanzielle Kollaps, belastet das zusätzlich. Laut Umfrage schlägt die Sorge ums Geld vor allem denjenigen auf die Seele, die sich bereits durch die Corona-Krise gestresst fühlen: Von ihnen machen sich sogar 40 Prozent Sorgen wegen finanzieller Probleme, jeder Sechste sogar große Sorgen.

          Bafög-Pläne der Ampel

          Viele der 16- bis Ende 20-Jährigen belastet darüber hinaus die Unsicherheit bezüglich ihres Lernfortschritts in Ausbildung und Studium. So befürchten 65 Prozent der Befragten, dass sich auch in den kommenden Monaten wichtige Praktika und Auslandssemester schlecht planen lassen. Fast die Hälfte macht sich darüber hinaus Sorgen, Lernstoff nachholen zu müssen, sodass es zu einer Verzögerung von Ausbildung oder Studium kommt. Der Verlust an Sicherheit und Planbarkeit stresst vor allem Studierende, da deren Alltagsstrukturen weniger gefestigt sind als die von Schülern und Berufstätigen.

          Die Krise bedroht diese Zielgruppe besonders, denn die Ausbildungs- und Studienzeit ist bereits ohne Corona von herausfordernden Veränderungen und Übergangsprozessen geprägt. In dieser Lebensphase entwickelt sich auch das Gesundheits- und Risikoverhalten, das eng mit der Entwicklung einer psychischen Störung verbunden sein kann.

          Bundestag und Bundesrat müssen das neue Bafög-Gesetz noch beschließen. Den Plänen der Ampel-Koalition zufolge ist diese Reform nur der erste Schritt. Das Bafög soll langfristig elternunabhängiger werden, indem die geplante Kindergrundsicherung direkt an Studierende ausgezahlt wird. In der Umfrage befragt wurden 696 Studierende und 305 Auszubildende. Laut Statistischem Bundesamt gibt es 2,9 Millionen Studierende (Wintersemester 2020/21) und 1,3 Millionen Auszubildende (2020) in Deutschland. Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit mehr als 1,6 Millionen Versicherten.

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