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Die Karrierefrage : Wie stoppe ich kontrollwütige Chefs?

  • -Aktualisiert am

Von der Führungskraft gesteuert wie eine Marionette: Das fühlt sich selten gut an. Bild: dpa

Führung braucht klare Regeln – aber nicht zu viele. Regiert der Chef kleinteilig in die Aufgaben hinein, kann das ganz schön nerven. Doch es gibt Möglichkeiten, sich zu wehren.

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          Viele Menschen hatten schon mal einen Chef, der niemandem vertraut und jeden Arbeitsschritt überwacht: der Typ Mikromanager. Auch Reed Hastings war nach eigenem Bekenntnis selbst so einer. Er ist Gründer und Geschäftsführer des Videostreaminganbieters Netflix. Als er in den 1990er Jahren sein erstes Start-up führte, die Firma Pure Software, da waren „Verfahren und Kontrollmechanismen ein fester Bestandteil unserer Arbeit“, schreibt der Manager selbstkritisch in seinem Buch „No rules rule“.

          Das amerikanische Softwareunternehmen wuchs rasant, und je mehr Leute dazukamen, desto mehr hatte Hastings das Gefühl, alles regeln und steuern zu müssen. „Wann immer etwas geschah, führte ich einen Prozess ein, damit sich ein Fehler nicht wiederholt“, sagt Hastings. Die Folge: Unangepasste, kreative Angestellte fühlten sich gegängelt und wanderten ab, nur der Rest blieb. Das Unternehmen verlor seine „Fähigkeit zur raschen Innovation“, analysiert der Manager im Rückblick.

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