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Wissenschaftlicher Nachwuchs : Pakt gegen prekäre Beschäftigung

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Der wissenschaftliche Nachwuchs soll nicht ewig auf unsicheren Stellen sitzen bleiben müssen, sagt die SPD. Bild: Stefan Finger

In Deutschland sind bis zu 200.000 Nachwuchsforscher unsicher angestellt. Das muss sich ändern, sagt die SPD im Bundestag. Ein Programm von Bund und Ländern soll gegensteuern.

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          Die SPD im Bundestag will einen Pakt für bessere Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses vorantreiben. Ein solches, auf zehn Jahre angelegtes Programm könne „nächstes großes Auftragswerk der Koalition“ werden, sagte der SPD-Sprecher für Bildung und Forschung, Ernst Dieter Rossmann, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

          Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte kürzlich angekündigt, die Misere Zehntausender Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen dauerhaft abmildern zu wollen. Um die teils jahrelange, oft kurzzeitige Befristung von Stellen in Forschung und Lehre zu durchbrechen, wolle sie Geld des Bundes zur Verfügung stellen und die Länder mit ins Boot nehmen.

          Schätzungen zufolge sind in Deutschland bis zu 200.000 Nachwuchsforscher von prekären Job-Verhältnissen betroffen. Mit einem ausgereiften, gemeinsam finanzierten Programm „haben der Bund wie die Länder jetzt die große Chance, Zukunftweisendes für die nachhaltige Förderung  der jungen wissenschaftlichen Nachwuchskräfte zu leisten“, sagte Rossmann.

          Denkbar sei etwa ein Programm für Junior-Professoren, „insbesondere für den Tenure-Track“. Tenure-Track ist ein in Deutschland noch eher selten genutztes Verfahren für akademische Karrieren. Es soll nach befristeter Bewährungszeit die Chance auf eine Lebenszeit-Professur bieten und früher in etwa einer „Verbeamtung auf Widerruf“ entsprach, die bereits in den 1970er-Jahren aufgrund hochschulpolitischer Veränderungen in Deutschland wegfiel.

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