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Drittmittel-Rangliste : Welche Hochschulen das meiste Geld von außen bekommen

  • Aktualisiert am

Auch für die Studenten eine spannende Frage: An welcher Uni schaffen es die Professoren, die meisten Drittmittel einzuwerben? Bild: dpa

Manche Professoren können sich das Forschen ohne Drittmittel kaum noch vorstellen. Das Extra-Geld jenseits des normalen Haushalts ist wichtig. Spannend, wer da die Nase vorn hat!

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          Drittmittel bringen für Hochschulen Geld, Prestige und die Möglichkeit, Projekte außer der Reihe zu finanzieren. Deshalb ist es spannend, wem es gelingt, die meisten Mittel aus dritter Hand einzuwerben; und dazu gibt es jetzt neue Zahlen. Demnach hat die Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) die Nase vorn - einmal wieder. Sie hat im Jahr 2017 nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes 294 Millionen Euro an Drittmitteln bekommen, mehr als jede andere deutsche Hochschule. Auch im Jahr zuvor hatte sie schon auf dem ersten Platz gelegen; aktuellere Zahlen gibt es nicht. Auf eine Professorin beziehungsweise einen Professor an der RWTH Aachen kamen im Durchschnitt 871.300 Euro an Drittmitteln.

          Im Durchschnitt warben Professoren deutscher Universitäten 266.200 Euro Drittmittel ein. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Medizinische Einrichtungen und die Gesundheitswissenschaften sind nicht in den Zahlen enthalten, weil die Statistiker andernfalls mangelnde Vergleichbarkeit fürchten würden. Schließlich hat nicht jede Uni ein gleich großes Universitätsklinikum.

          Auf Platz zwei hinter der RWTH Aachen steht in Sachen Drittmittel die Technische Universität München mit 276 Millionen Euro. Dahinter folgt die Technische Universität Dresden mit 210 Millionen Euro.

          Zum Teil aus staatlich, zum Teil privat

          Drittmittel bekommen Hochschulen unter anderem für einzelne Forschungsprojekte oder -bereiche. Sie stammen zum Teil aus der Privatwirtschaft, zum Teil von staatlichen Einrichtungen; der größte Teil stammt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt Drittmittel zur Verfügung. Andere bedeutende Quellen, um Drittmittel einzuwerben sind Stiftungen oder die Europäische Union.

          An Fachhochschulen gab es deutlich niedrigere Drittmitteleinnahmen als an den Universitäten. Medizinische Einrichtungen erzielten die höchsten Drittmittel-Einnahmen je Professur. Sie erreichten 2017 einen Wert von 587.300 Euro (plus 4,4 Prozent). Die Human- und Gesundheitswissenschaften bildeten die Fächergruppe mit den höchsten Drittmitteleinnahmen je Professorin und Professor. An zweiter Stelle folgten die Ingenieurwissenschaften. Wesentlich geringer waren die Drittmitteleinnahmen in den Geisteswissenschaften.

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