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Im Sinne der Gleichstellung? : Niederländische Hochschule stellt nur noch Frauen ein

An der Universität in Eindhoven wird es bald mehr Frauen als Dozenten geben (Symbolbild). Bild: dpa

Die Technische Uni Eindhoven greift zu weitreichenden Maßnahmen, um die Frauenquote anzuheben. Es sollen vorerst nur noch Frauen Dozentenstellen bekommen. Das ruft nicht nur Zustimmung hervor.

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          Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme zur Frauenförderung befeuert die Technische Universität Eindhoven die Geschlechterdebatte in den Niederlanden. Sie besetzt bis auf weiteres feste Dozentenstellen nur noch mit Frauen. Nur wenn nach sechs Monaten keine geeignete Frau gefunden ist, können sich Männer bewerben.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ein völliger Ausschluss von Männern ist auch in Frauenförderprogrammen ungewöhnlich. Befürwortern zufolge geht es nicht anders, weil Frauen in der Gesellschaft immer noch strukturell benachteiligt seien. Gegner sprechen von Diskriminierung von Männern aufgrund ihres Geschlechts.

          So weit wie Eindhoven ist noch keine Universität im Land gegangen. Die TU beginnt am 1. Juli das Förderprogramm, das auf mindestens fünf Jahre angelegt ist. Mehr als 150 feste Arbeitsplätze im akademischen Personal werden zu besetzen sein. Zumindest für die kommenden eineinhalb Jahre gelte die 100-Prozent-Quote, kündigte die Universität in der fünftgrößten Stadt des Landes an. Anschließend werde man die Lage jährlich bewerten und wenn nötig die Prozentzahl anpassen. Das Vorgehen sei mit dem europäischen Recht abgeglichen. Das erlaube es, bevorzugt aus Bevölkerungsgruppen zu rekrutieren, die unterrepräsentiert seien. Im niederländischen Gesetz gilt laut Regierung in Den Haag: Bei gleicher Eignung dürfe ein Arbeitgeber bestimmten Bewerbern den Vorzug geben: „Etwa Frauen und Allochthonen \[Menschen mit Migrationshintergrund\]. Das nennt sich Vorzugspolitik oder positive Diskriminierung.“

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