https://www.faz.net/-gyl-8070o

Studieren in Moskau : Was man wissen muss

  • Aktualisiert am

Sollte sich kein Student entgehen lassen - vor allem, weil er einen Nachlass erhält: Das 2011 wiedereröffnete Bolschoi-Theater in Moskau. Bild: dapd

Das Theater ist günstig, das Bier lecker, der Sprachkurs Pflicht: Wer in Moskau studiert, hat viel zu tun. Denn nicht nur die Unis haben einiges zu bieten. Dafür sollte man aber Russisch lernen. Aber wo?

          1 Min.

          Wer in Russland studieren will, muss zwar erst ein Visum beantragen, wenn er eingereist ist, wird ihm allerdings einiges geboten. Alles Wissenwerte über ein Studium in Russland im Überblick.

          Die Hochschulen

          In Moskau gibt es eine Reihe von Universitäten, zu den bekanntesten zählen die Lomonossow-Universität, das Staatliche Moskauer Institut für Internationale Beziehungen und die Higher School of Economics (HSE). In Russland müssen Schüler einen zentralen Eignungstest machen, um zu studieren. Um an der HSE angenommen zu werden, müssen sie mehr als 95 Prozent der Fragen richtig beantworten. Für Ausländer ist es einfacher: Die HSE möchte ihre internationalen Kontakte ausbauen und kooperiert weltweit mit vielen anderen Hochschulen. Bei einem Austausch entfallen die Studiengebühren.

          Die Kosten

          Die Hochschulen sorgen für eine Unterbringung im Wohnheim. Die HSE verlangt dafür, abhängig vom Rubelkurs, 80 bis 110 Euro im Monat. Für Verpflegung muss mit etwa 250 Euro kalkuliert werden. Ein gutes Abendessen auswärts kostet etwa 10 Euro. Für einen Russland-Aufenthalt ist ein Visum nötig, die Einladung kommt von der Universität. Der Antrag kostet zwischen 50 Euro und 100 Euro, deutsche Reisebüros füllen die Formulare routiniert aus.

          Das Leben

          Ein Besuch im Bolschoi-Theater (Stehplatz) kostet mit russischem Studentenausweis etwa 1,50 Euro und etwas Geduld in der Warteschlange. Auch für die vielen Museen und Kunstgalerien gibt es unschlagbare Studentenrabatte. In Kneipen gibt es meistens eine größere Auswahl an Biersorten, in Moskau ist Zhiguli verbreitet. Etwa drei Euro kostet das Glas im Stadtzentrum. Junges Publikum geht in die Kneipe Masterskaja im zweiten Stock eines Altbaus zwischen den Metrostationen Teatralnaja und Lubjanka.

          Die Sprache

          Russisch zu sprechen ist hilfreich, um mit Menschen außerhalb des akademischen Dunstkreises ins Gespräch zu kommen. Auch an den Universitäten sprechen meistens nur die Dozenten Englisch. Wer ohne Sprachkenntnisse nach Russland reist, sollte sich mit der kyrillischen Schrift vertraut machen, dann können Schilder entziffert werden. Die Universitäten bieten Intensiv-Russischkurse an, die Sprachkurse im Puschkin-Institut und an der Lomonossow-Universität gelten als empfehlenswert (200 Euro pro Monat).

          Stipendien

          Stipendien bieten der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD oder die EU über das Erasmus-plus-Programm. Eine gute Zusammenfassung aller Fördernetzwerke hat das Goethe-Institut auf seiner Internetseite zusammengestellt.

          Weitere Themen

          Precire findet einen Käufer

          Umstrittene Technologie : Precire findet einen Käufer

          Einst hatte das Unternehmen Precire für viel Aufsehen gesorgt, weil es mit Künstlicher Intelligenz Sprachanalysen von Bewerbern machte. Dann bröckelte der Ruhm. Nun hat sich ein Käufer für die Technologie gefunden.

          Precire wird abgewickelt

          Sprachanalyse-Unternehmen : Precire wird abgewickelt

          Das Start-up Precire erregte einst Aufsehen in der Personalmanager-Welt – weil es mit Hilfe eines Sprachcomputers auf die Persönlichkeitsmerkmale von Bewerbern schließen wollte. Nun wird es abgewickelt.

          An seinem Ruf kann man arbeiten

          FAZ Plus Artikel: Der Betriebswirt : An seinem Ruf kann man arbeiten

          Immaterielle Werte werden bedeutender für den Erfolg von Unternehmen. Dabei ist vor allem die Reputation für das Verhalten von Kunden, Investoren und Mitarbeitern wichtig. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Das Finanzimperium von Lex Greensill steht vor dem Aus.

          Finanzaufsicht sperrt Bank : Aufstieg und Fall des Lex Greensill

          Hinter der in Schieflage geratenen Greensill Bank steht die steile Karriere eines australischen Bauernsohns. Die findet jetzt ein abruptes Ende: Sein Finanzimperium kollabiert, Gläubigerschutz wurde beantragt. Auch deutsche Sparer sind betroffen.
          Ist umfassende Testung die Lösung für das Lockerungsdilemma?

          Alles wird gut? : Vom Dilemma der Risikokompensation

          Bei der Aussicht auf Schnelltests und Impfstoffe wird immer wieder auf eine „Licht am Ende des Tunnels“-Rhetorik zurückgegriffen. Das ist gefährlich. Allein die Empfindung eines geringeren Risikos kann das eigene Verhalten verändern.
          Kevin Kühnert spricht beim SPD-Bundesparteitag

          Debatte um Thierse-Gastbeitrag : Worauf will die SPD verzichten?

          Wolfgang Thierses Beitrag in dieser Zeitung ist für Saskia Esken und Kevin Kühnert ein Grund, sich zu schämen. Das ist also das vorwärtsgewandte Bild der SPD, das die beiden offenbaren wollten?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.