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Studienfinanzierung : Wirtschaftsverbände fordern Bafög-Reform

  • Aktualisiert am

Wirtschaftsverbände wollen Änderungen bei der Studienfinanzierung. Bild: dpa

Mehrere Wirtschaftsverbände haben einen Zehn-Punkt-Plan vorgelegt, der unter anderem eine Bafög-Reform fordert und Absolventen an den Kosten ihres Studiums beteiligen will.

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          Die deutsche Wirtschaft will die finanzielle Förderung von Hochschulen und Studenten neu ausrichten. Mehrere Wirtschaftsverbände legten am Freitag in Berlin einen  Zehn-Punkt-Plan vor, der unter anderem eine Bafög-Reform und eine  dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Hochschulfinanzierung vorsieht. Gut verdienende Absolventen sollen sich demnach mit Studiengebühren an den Kosten ihres Studiums beteiligen.

          Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der  Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), das Institut der  deutschen Wirtschaft (IW) und der Stifterverband der deutschen  Wissenschaft setzen sich in ihrem Konzept unter anderem dafür ein,  Studenten aus einkommensschwachen Elternhäusern besser zu fördern.  Studenten würden zwar mit fast zehn Milliarden Euro pro Jahr  gefördert, davon würden aber nur 18 Prozent gezielt nach sozialen  Kriterien vergeben, erklärten die Verbände.

          Bafög-Sätze anpassen

          Die Wirtschaft drängt auch darauf, die Bafög-Sätze regelmäßig an die Entwicklung der Lebenskosten anzupassen. Außerdem sollen sich  Bafög-Empfänger unabhängig von der erhaltenen Förderung nicht um mehr als 1000 Euro pro Semester beim Staat verschulden. Zudem  fordern die Verbände die Einrichtung eines zinsgünstigen Bundesstudienkredits.

          Sie schlagen auch vor, das Kindergeld, auf  welches Studenten unter 25 Jahren Anspruch haben, direkt an die Jungakademiker anstatt an deren Eltern auszuzahlen. Die Hochschulen sollen nach den Vorstellungen der Wirtschaftsverbände die Möglichkeit haben, Studiengebühren einzuführen. Diese sollten aber nachgelagert erhoben werden.

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