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Wissenslücken : Jugendliche wollen mehr Wirtschaft in der Schule

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Viele Schüler wissen wenig über Wirtschaft, wünschen sich aber, in der Schule mehr darüber zu erfahren. Bild: dpa

Was eine Aktie ist? Das wissen die meisten Jugendlichen noch. Aber eine Rendite? An dieser Frage scheitert schon die Mehrheit. Doch ihre Wissenslücken werden den jungen Menschen zunehmend bewusst. Und sie fordern: Das soll sich ändern.

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          Unter Jugendlichen gibt es große Wissenslücken bei Wirtschaftsthemen – obwohl das Interesse der jungen Menschen an dem Thema wächst und sich viele ein eigenes Schulfach Wirtschaft wünschen. Das besagt eine neue Jugendstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bankenverbandes BdB. Die GfK hatte dafür Anfang Juni 651 repräsentativ ausgewählte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren befragt.

          Demnach interessierten sich rund ein Drittel (34 Prozent) stark oder sehr stark für Wirtschaftsthemen. Bei der vorherigen Befragung im Jahr 2012 waren es nur 22 Prozent, im Jahr 2009 hingegen fast so viele wie jetzt (33 Prozent). Der zwischenzeitliche Knick sei möglicherweise mit den schwer verständlichen Negativthemen der Finanzmarktkrise zu erklären, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer, am Mittwoch in Berlin.

          Keine Ahnung, was an der Börse geschieht

          Allerdings: Die Wissenslücken der jungen Menschen bei Wirtschaftsthemen sind enorm. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) wussten nicht, wofür die Europäische Zentralbank zuständig ist. Sechs von zehn jungen Menschen räumten ein, keine Ahnung davon zu haben, was an der Börse geschieht. Immerhin 78 Prozent wussten, was eine Aktie ist, dagegen scheiterte die Mehrheit der Jugendlichen an der Frage, was eine Rendite ist (59 Prozent verstanden den Begriff falsch oder wussten gar nichts damit anzufangen).

          Immerhin ist vielen jungen Menschen offenbar bewusst, dass sie mehr Wissen gut gebrauchen könnten: Eine große Mehrheit von 81 Prozent wünscht sich der Befragung zufolge mehr Wirtschaft in der Schule. 73 Prozent plädieren für ein eigenes Schulfach Wirtschaft. Kemmer bekräftigte diese Forderung, ein solches Pflichtfach bundesweit einzuführen. In Baden-Württemberg soll es ab dem nächsten Schuljahr das Fach Wirtschaft geben.

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