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Reife Leistungen : Grillen auf Partnersuche

  • -Aktualisiert am

Spannende Evolutionsbiologie Bild: Malcolm Burrows

Womit sich Studenten an Unis nicht alles beschäftigen! Ausdrucke im Miniaturformat oder Paarungsverhalten von Grillen - wir haben ein paar reife Leistungen zusammengetragen.

          2 Min.

          Das Anlocken von Weibchen gehört bekanntlich zu den großen Herausforderungen fast aller Lebewesen männlichen Geschlechts. Strategien gibt es zuhauf. Internationale Forscher, zum Beispiel von der Universität Leipzig, berichten von einer neuen, überraschenden Variante. Es geht um die Partnersuche bei Grillen. Diese Tiere machen es normalerweise so: Männchen zirpen in tiefen Tönen, um Weibchen zu locken. Tief bedeutet in diesem Teil des Tierreichs: attraktiv. Hochfrequente Töne lösen dagegen Schreckreflexe beim Weibchen aus, weil sie bedeuten können, dass der potentielle Partner von der Ultraschall-Echoortung einer Fledermaus erfasst wurde.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Gewisse Arten machten sich das irgendwann zunutze, heißt es nun: Die Männchen zirpen hochfrequent, um Weibchen zu erschrecken - denn diese senden durch ihr Zusammenzucken im Schreckmoment ein Vibrationssignal, das ihren Aufenthaltsort verrät - Männchen müssen also gar nicht mehr nach ihnen suchen. Letzte Volte der Evolution: Inzwischen kommunizieren beide Geschlechter auf diese Art. Aus der ursprünglichen Schreckreaktion ist ein gezieltes Signal geworden, um die eigene Position zu verraten - und Paarungsbereitschaft zu signalisieren. „Evolutionär sehr ungewöhnlich“, nennen das die Forscher.

          Eine selbstentwickelte Nanodruck-Technologie

          Die Technische Hochschule Zürich ist nach eigenen Angaben ein Kandidat für das Guinness-Buch der Rekorde. Ihr Superlativ: Sie hat mit einer Ausgründung das kleinste Inkjet-Farbbild der Welt gedruckt. Selbstentwickelte Nanodruck-Technologie in 3D habe geholfen, ein Bild von 0,0092 Quadratmillimetern Größe und einer Seitenlänge von 80 und 115 Mikrometern zu drucken - das entspreche der Schnittfläche eines menschlichen Haares oder der Größe eines einzelnen Pixels eines Retina-Bildschirms von Apple. Nur mit einem speziellen Mikroskop wird sichtbar, was das Mikrobild zeigt: Clownfische in einer Seeanemone. Der Ausdruck, der aufgrund des aufwendigen technischen Verfahrens mehrere Stunden dauerte, erscheine lebensecht und natürlich. Und wofür das alles? Das Ganze könnte in Zukunft bei der Suche nach Alternativen für die Herstellung von Bildschirmen oder optischen Geräten hilfreich sein.

          In Städten ist es üblicherweise wärmer als in ländlichen Gebieten, überirdisch wie unterirdisch. Ein schlummerndes geothermisches Potential, denn Energie aus oberflächennahen Grundwasserschichten lässt sich ja mit Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen zum Heizen oder Kühlen einsetzen. Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben vier deutsche Großstädte - Berlin, München, Köln und Karlsruhe - untersucht und eine neue Methode entwickelt, um unterirdische Wärmeinseln aufzuspüren. Es gelang ihnen, Grundwassertemperaturen anhand von drei Faktoren so genau zu schätzen, dass die üblichen - und sehr teuren - Temperaturmessungen des Grundwassers gespart werden können: Erstens Oberflächentemperatur, gemessen durch Satelliten, zweitens Bebauungsdichte, drittens Kellertemperatur. Das geothermische Potential könne so deutlich günstiger ermittelt werden als mit dem herkömmlichen Messverfahren.

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