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Neue Führungsstruktur : Krisenhochschule EBS hat wieder einen Präsidenten

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Rolf Wolff Bild: European Business School

Sieben Monate lang hatte die krisengeschüttelte European Business School (EBS) keinen Mann an der Spitze. Jetzt kürte sie den Wirtschaftswissenschaftler Rolf Wolff zum neuen Präsidenten und Geschäftsführer.

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          Nach sieben Monaten Vakanz an der Spitze hat die krisengeschüttelte European Business School (EBS) einen neuen Präsidenten: Rolf Wolff erhält das Amt mit sofortiger Wirkung. Der Senat der Hochschule wählte den 60 Jahre alten Professor am Dienstagabend einstimmig auf fünf Jahre. Wolff wird auch gleichzeitig Geschäftsführer der Privatuniversität für Wirtschaft und Recht. Wolff hat zuvor unter anderem die School of Business, Economics and Law in Göteborg geleitet, die wie die EBS Jura und Wirtschaftslehre anbietet.

          Die EBS ist wegen des überzogenen Expansionskurses von Wolffs Vor-Vorgänger Christopher Jahns in Turbulenzen geraten. Seither steht sie im Mittelpunkt von juristischen und politischen Auseinandersetzungen. Ein Untersuchungsausschuss überprüft die öffentliche Förderung für die Privathochschule. Jahns muss sich seit April diesen Jahres zudem wegen des Vorwurfs der Untreue vor Gericht verantworten. Sein Nachfolger Rolf Cremer musste Anfang des Jahres aus gesundheitlichen Gründen sein Amt an der Spitze der EBS aufgeben.

          Neue Führungsstruktur

          Der neue Präsident Rolf Wolff war zuletzt Präsident der Stockholm School of Economics, hatte das Amt jedoch im Mai niedergelegt. Ursprünglich stammt er aus Wuppertal, wo er Wirtschaftswissenschaften studierte. 1979 erwarb er zudem an der Universität Göteborg den Master in Sozialwissenschaften und 1981 in Wuppertal den Doktortitel. Die Lehrbefugnis in Betriebswirtschaftslehre erlangte er 1984 an der Stockholm School of Economics.

          Seine Spezialgebiete sind Strategieentwicklung sowie Umweltmanagement, Soziale Verantwortung, Innovation und Entrepreneurship. Ende der 80er Jahre gründete, finanzierte und leitete er das Gothenburg Research Institute (GRI), eines der führenden Management-Forschungsinstitute in Skandinavien.

          Mit dem Amtsantritt von Wolff verändert die EBS Universität ihre Führungsstruktur: Die Dekane der beiden Fakultäten für Wirtschaft und Recht werden auch Geschäftsführer. So will der Aufsichtsrat sicherstellen, dass akademische und gesellschaftsrechtliche Verantwortung noch mehr als bisher Hand in Hand gehen.

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