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Mieten : Hamburg ist für Studenten am teuersten

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Teure Mieten: Der studentische Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Unser Bild zeigt den Eingangsbereich eines Wohnheims in Köln. Bild: dpa

In Zeiten doppelter Abiturjahrgänge und steigender Mieten ist das Thema studentisches Wohnen ein Dauerbrenner. Jetzt zeigt eine neue Studie, wo das Dach über dem Kopf im Verhältnis zu den studentischen Stundenlöhnen am teuersten ist.

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          Die Mieten in den Hochschulstädten steigen weiter und werden für immer mehr Studenten zum Problem. In welchen Bundesländern das studentische Wohnen besonders teuer ist, hat jetzt die Zeitarbeitsfirma Studitemps ermittelt, indem sie die Mieten ins Verhältnis zu den durchschnittlichen studentischen Stundenlöhnen gesetzt hat. Heraus kam: Hamburg ist am teuersten, Thüringen am günstigsten.

          In Thüringen mussten Studierende demnach durchschnittlich 30,39 Stunden im Monat arbeiten, um ihre Warmmiete begleichen zu können. In Hamburg waren es dagegen 38,57 Stunden – das entspricht einem kompletten Arbeitstag mehr. Neben Hamburg ist das Wohnen der Befragung zufolge auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sehr teuer. Im Verhältnis zum Stundenlohn am zweitgünstigsten sind die Mieten in Sachsen, am drittgünstigsten in Niedersachsen.

          Mietpreise in den Bundesländern

          Die Ergebnisse stammen aus einer Studienreihe, an der im März 2013 mehr als 18.700 Studierende teilgenommen hatten. Für den vorliegenden Index wurden jedoch ausschließlich diejenigen Studierenden berücksichtigt, die angaben, eine monatliche Miete zu zahlen und einem Job nachzugehen. Die Studienreihe wurde in Kooperation mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University erstellt.

          Die Forscher haben sich nicht nur die Bundesländer angesehen, sondern darüber hinaus ein Ranking der teuersten Universitätsstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern berechnet. Auch hier kam heraus: Die Hamburger Mieten sind im Verhältnis zu den örtlichen studentischen Löhnen am teuersten. Auf dem zweiten Platz findet sich Bamberg, wo Studenten durchschnittlich 38,32 Stunden arbeiten müssen, um ihre Warmmiete zusammenzubekommen. Auf Platz drei steht Rostock mit 38,14 Arbeitsstunden. Als relativ günstig identifiziert das Ranking Flensburg, Wuppertal und Frankfurt an der Oder.

          Seit dem Wegfall der Wehrpflicht und seitdem immer wieder doppelte Abiturjahrgänge an die Universitäten und Fachhochschulen strömen ist die Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt besonders angespannt. In den Unistädten explodieren die Mieten, auch weil das Wohnen in zentralen städtischen Lagen generell teurer wird. Schon seit Jahren fehlen in vielen Städten Wohnheimplätze.

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