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Neue Studie : Jeden achten Studiengang gibt’s in Teilzeit

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Mal im Hörsaal, mal im Job: Teilzeit-Studiengänge sind noch immer selten. Bild: dpa

Im Berufsleben wird die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, schon von einem Drittel der Arbeitnehmer genutzt. Im Studium fehlen solche Modelle sehr häufig.

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          Jeder achte Studiengang in Deutschland kann auch in Teilzeit studiert werden. Zum Wintersemester 2017/18 betrage die Quote im Durchschnitt 12,8 Prozent, wie eine am Donnerstag in Gütersloh veröffentlichte Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das zur Bertelsmann-Stiftung gehört, ergab. Während im Berufsleben mehr als jeder dritte Arbeitnehmer mittlerweile flexible Teilzeit-Modelle nutzt, sei das an staatlichen Hochschulen leider immer noch keine Selbstverständlichkeit, monierte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. Nur 6,8 Prozent der Studenten in Deutschland studieren offiziell in Teilzeit. Arbeitnehmer arbeiten fast doppelt so oft in Teilzeit. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit bis zu 20 Wochenstunden betrug 2016 laut Statistischem Bundesamt 13 Prozent.

          Hinzu kämen Nachteile für Studierende, etwa bei der Studienfinanzierung. „Solange es im Teilzeit-Studium keinen Anspruch auf Bafög gibt, erscheint es als Studium zweiter Klasse“, kritisierte Ziegele. Dabei steige der Anteil der Studierenden, deren Lebensmittelpunkt nicht die Hochschule, sondern Beruf und Familie sei.

          Die höchsten Teilzeitstudierenden-Quoten weisen private Fachhochschulen auf, die größtenteils ausschließlich berufsbegleitende Teilzeitstudiengänge anbieten. An staatlichen Universitäten liegt die Quote bundesweit bei 14,6 Prozent. Den höchsten Wert erreicht hier die Fernuniversität Hagen mit 74 Prozent.

          Im Master-Bereich (15,7 Prozent) haben Berufstätige, die parallel studieren wollen, eine größere Auswahl als bei den Bachelor-Studiengängen (11,1 Prozent). Die Gesellschafts- und Sozialwissenschaften haben die höchste Teilzeitquote (18,6 Prozent), gefolgt von den Sprach- und Kulturwissenschaften (17,6 Prozent) sowie Medizin und Gesundheitswissenschaften (15,6 Prozent). Die niedrigste Quote weisen die Fächergruppen Kunst, Musik, Design mit 5,8 Prozent und Agrarwissenschaften mit 6,4 Prozent auf.

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