Prekariat der Lehre :
Hungerlöhne an Hochschulen

Von Stefan Laube
Lesezeit: 3 Min.
Egal ob angestellt oder mit einem Lehrauftrag versehen, das Ziel ist meist dasselbe: Studenten Wissen zu vermitteln.
Externe Lehrbeauftragte schultern an deutschen Hochschulen ein Gros der Lehre. Die Bezahlung reicht kaum zum Leben, eine Gruppe hochqualifizierter Arbeitnehmer wird dadurch marginalisiert. Die Politik ist gefragt.

Mit der Ankündigung, in zahlreichen Branchen einen flächendeckenden Mindestlohn zu fixieren, kommt nun auch in der Beschäftigungsstruktur von Hochschulen eine bisher schamhaft verschwiegene Schieflage ans Tageslicht. Auf den Schultern von etwa 90.000 Lehrbeauftragten lastet ein immer größerer Anteil der Lehre. Waren Lehraufträge ursprünglich allein dafür vorgesehen, auswärtige Expertise in die Hochschule zu tragen, übernehmen sie mittlerweile in einigen Bereichen Daueraufgaben in der Vermittlung von Wissen.

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