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Fremdsprachenkenntnisse : Bestes Englisch in Hamburg

  • -Aktualisiert am

Wörterbuch gefällig? Oder geht’s auch ohne? Bild: dpa

Wie steht es um die Englischkenntnisse der Deutschen? In Hamburg am besten, zeigt diese Untersuchung. Frauen sprechen im Schnitt besser als Männer. Und tun die Schüler in Zeiten verkürzter Gymnasialzeiten noch genug für ihr Englisch?

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          Von allen Nichtmuttersprachlern weltweit beherrschen die Niederländer die englische Sprache am besten, gefolgt von den Skandinaviern. Deutschland nimmt bezüglich der Englischkenntnisse den neunten Rang ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Schweizer Unternehmens EF Education First. Dabei hat dieser in Luzern ansässige Anbieter für Sprach- und Bildungsprogramme Befragungen in 72 Ländern machen lassen. Nach Angaben von Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF in Deutschland, bestehen hierzulande allerdings regional große Unterschiede. Auch gebe es ein deutliches Gefälle zwischen Stadt und Land. Nach den Erkenntnissen der Studie sprechen die Hamburger die englische Sprache am besten. Frauen schneiden eher besser ab als Männer, Mitglieder des mittleren Managements haben fundiertere Kenntnisse als deren Vorgesetzten im Spitzenmanagement.

          „Fließendes Englisch ist heute Voraussetzung für die Einstellung in einem international aufgestellten Unternehmen“, sagt Kukat im Gespräch. Vor dem Hintergrund, dass es offenbar noch einiges an Trainingsbedarf gibt, hat sich die EF-Gruppe auch in Deutschland ein kräftiges Wachstum vorgenommen. Zahlen veröffentlicht das vor 50 Jahren von dem Schweden Bertil Hult zunächst als Veranstalter von betreuten Sprachreisen für Schüler gegründete Familienunternehmen zwar nicht. Intern sei aber das ehrgeizige Ziel eines zweistelligen jährlichen Wachstums vorgegeben, berichtet Kukat.

          Deutschland gehört zu den wichtigsten Märkten der weltweit agierenden Gruppe. Was das Veranstalten von Sprachreisen angeht, steht die deutsche Landesgesellschaft auf Platz fünf innerhalb des Netzwerks, beim Vermitteln von Schüleraustausch oder Au-pair-Aufenthalten ist sie die größte Einheit. Wie Kukat erläutert, ist der Gesamtmarkt allerdings stark fragmentiert. Allein auf dem hiesigen Markt tummeln sich nach seinen Schätzungen mehr als 70 Anbieter, um Schüler, Studenten oder Berufstätige zum Erlernen einer Sprache ins Ausland zu schicken. Zu den hiesigen größeren Wettbewerbern zählen LAL Sprachreisen oder Sprachcaffe.

          Schüleraustausch von einem Jahr wird seltener

          Gemäß dem Leitspruch des Gründers, dass man eine Sprache am besten dort lernt, wo sie gesprochen wird, gehören die Sprachreisen von Schülern nach London oder in den Süden Englands noch immer zu den Klassikern, wie Kukat sagt. Überhaupt zielen rund 85 Prozent des Angebots von EF aufs Englischlernen. Insgesamt bietet die inzwischen von der zweiten Generation geleitete Gruppe an weltweit 44 eigenen Schulorten und Internaten Unterricht in sieben Sprachen an, darunter auch in Spanisch, Französisch, Japanisch oder Mandarin.

          Was den traditionellen Schüleraustausch für die Dauer eines Jahres anbelangt, beobachtet Kukat derzeit einen eher leicht schrumpfenden Markt. Grund sei die verkürzte Schuldauer bis zum Abitur. Da bleibe für ein Auslandsjahr wenig Raum, zumindest dann, wenn eine anschließende Zurückstufung in eine tiefere Klasse vermieden werden soll.

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