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Exzellenzinitiative : Sieben Unis treten gegen neun Elite-Unis an

Einer von sieben neuen Exzellenz-Kandidaten: Die Berliner Humboldt-Universität Bild: dpa

Sieben Universitäten haben neben den bislang geförderten neun Elite-Unis eine Chance bekommen, künftig viele Millionen an staatlichen Fördergeldern aus der Exzellenzinitiative zu erhalten: Die Unis in Bochum, Köln, Bremen, Mainz und Tübingen, die Humboldt Universität zu Berlin und die TU Dresden.

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          Bei der zweiten Exzellenzinitiative sind sieben bisher nicht mit dem Exzellenzstatus ausgezeichnete Universitäten von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgefordert worden, zum 1. September dieses Jahres einen Vollantrag in der Förderlinie „Zukunftskonzepte“ einzureichen. Es handelt sich um die Universitäten in Bochum und Köln, die Humboldt Universität zu Berlin, die TU Dresden, die Universität Bremen und die Universitäten in Mainz und Tübingen. Das teilte die Gemeinsame Kommission von Wissenschaftsrat und DFG am Mittwoch in Bonn mit. Der Kommission gehören 26 Forscher an, vor allem Natur- und Technikwissenschaftler, dazu sechs Geistes- und Sozialwissenschaftler.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Insgesamt hatten sich 22 Universitäten mit einer Antragsskizze zum Zukunftskonzept beworben, drei davon sind zum ersten Mal dabei, fünf von ihnen wurden bereits in der ersten Programmphase zu einem Vollantrag aufgefordert, waren aber damals nicht zum Zuge gekommen. Damit treten sieben Neuantragsteller gegen neun schon jetzt geförderte Universitäten an, die in der ersten Programmphase der Exzelllenzinitiative den begehrten Exzellenzstatus errungen hatten: die RWTH in Aachen, die FU Berlin, die Universitäten in Freiburg, Göttingen, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz und die Ludwig-Maximilians-Universität sowie die TU in München.

          Der Exzellenzstatus soll sich nicht negativ auf die Lehre auswirken

          Nach den Vorentscheidungen in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative findet in der Endrunde der Wettbewerb zwischen den jetzt erfolgreichen Neubewerbungen und den bisher geförderten Einrichtungen statt. Die bereits geförderten Einrichtungen sollen ihre Anträge auf Fortsetzung der Förderung ebenfalls bis zum 1. September stellen. Universitäten, die sich um eine Fortsetzung ihrer Finanzierung bewerben, müssen zeigen, was die Förderung bisher bewirkt hat. Mehr als in der ersten Runde soll dieses Mal auch darauf geachtet werden, dass sich der Exzellenzstatus nicht negativ auf die Lehre auswirkt. Denn es gab einige Universitäten, deren renommierte Professoren sich regelrecht von der Lehre verabschiedeten, um ihren eigenen Forschungen nachzugehen – zum Nachteil der Studenten.

          Alle Förder- und Fortsetzungsanträge werden dann bis zum Frühjahr 2012 von international besetzten Prüfungsgruppen begutachtet. Federführend ist die DFG bei den Graduiertenschulen und Exzellenzclustern und der Wissenschaftsrat bei den universitären Zukunftskonzepten. Die neuen Anträge zeigten, was sich seit der ersten Runde vor allem bei der Selbstreflexion und Strategiebildung der Universitäten getan hätte, sagte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Marquardt.

          Wie in der ersten Runde der Exzellenzinitiative wird auch darüber entschieden, welche Graduiertenschulen (Programme für Doktoranden) und Exzellenzcluster (große Forschungsvorhaben) als neue Anträge ins Finale kommen. In der zweiten Programmphase wurden 227 Skizzen in allen drei Förderlinien (Exzellenzcluster, Graduiertenschulen, Zukunftskonzepte) eingereicht, von denen 59 ausgewählt wurden, einen ausführlichen Antrag auszuarbeiten. Darunter sind 25 Skizzen für Graduiertenschulen, 27 Skizzen für Exzellenzcluster und sieben Skizzen für Zukunftskonzepte. Wissenschaftsrat und DFG rechnen damit, dass im Juni 2012 etwa zwei Dutzend Anträge in der ersten und zweiten Förderlinie und maximal fünf neue Zukunftskonzepte in die Förderung aufgenommen werden können. Bei der Humboldt-Universität zu Berlin haben drei neu beantragte Graduiertenschulen und ein Exzellenzcluster die Vorauswahl überstanden, die Universität Mainz geht mit drei Exzellenzclustern aus der Vorauswahl hervor, die beiden Münchner Universitäten sind mit jeweils einem Cluster, die Universität Halle-Wittenberg mit einem Cluster dabei, die RWTH Aachen mit zwei Graduiertenschulen, die Universität Bonn mit drei Exzellenzclustern.

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