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Neue Umfrage : Drei Viertel der Auslandsstudienleistungen werden anerkannt

  • Aktualisiert am

Zum Studium ins Ausland - aber was passiert mit den Leistungen? Szene vom Campus der Universität Harvard. Bild: AP

Für ein Semester oder länger zum Studium ins Ausland - aber was passiert anschließend mit den dort erbrachten Leistungen? Zu dieser Frage gibt es jetzt neue Zahlen.

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          Ein Semester oder gar längere Zeit im Ausland zu studieren - das ist bei deutschen Hochschülern beliebt. Manchmal bringt das Auslandsstudium auch über Soft Skills und Sprachkenntnisse hinaus etwas; nämlich dann, wenn im Ausland erbrachte Studienleistungen hierzulande anerkannt werden. Aber wie oft ist das eigentlich der Fall? Eine neue Umfrage des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zeigt jetzt: Wer im Ausland studiert hat, kann durchschnittlich drei Viertel der dort erbrachten Leistungen für das Studium in Deutschland anerkennen lassen. Der DAAD hat für dieses Ergebnis rund 7000 Studierende im Jahr 2017 im Anschluss an ihren Auslandsaufenthalt befragt.

          Drei Viertel der Studierenden sind mit dem Anerkennungsergebnis zufrieden. Das Gleiche gilt für die Notenumrechnung. Die Zufriedenheit mit dem Auslandsaufenthalt insgesamt ist noch höher – sie liegt bei 93 Prozent.

          Wie wahrscheinlich es ist, dass Leistungen anerkannt werden, variiert jedoch von Fach zu Fach. Besonders gut sind die Anerkennungsquoten etwa in Medizin (85 Prozent) und in den Wirtschaftswissenschaften (83 Prozent). Besonders niedrig sind die Werte in Fächern, die landesspezifisch stark variieren, etwa in Jura: Nur 34 Prozent der im Ausland erbrachten Leistungen in den Rechtswissenschaften werden hierzulande anerkannt.

          Manche lassen Leistungen bewusst nicht anerkennen

          Die DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel sprach mit Blick auf die Umfrageergebnisse von einem “positiven Bild“ der Anerkennungspraxis in Deutschland. „Gleichzeitig ist Anerkennung aber immer noch kein Automatismus – selbst nicht im Europäischen Hochschulraum“, sagte sie. Wenn die Heimathochschulen die im Ausland erbrachten Studienleistungen nicht oder nur eingeschränkt anerkennen, so argumentieren sie häufig mit Abweichungen bei den Studieninhalten. „Hier wäre eine stärkere Ausrichtung an den Lernergebnissen auch im Sinne der Lissabon-Konvention wünschenswert“, sagte Wintermantel.

          Nicht immer allerdings bedeutet eine nur teilweise Anerkennung, dass eine Anrechnung zu 100 Prozent prinzipiell unmöglich gewesen wäre: Denn es kommt immer wieder vor, dass deutsche Studenten die Anerkennung absichtlich ausschlagen, um hierzulande noch einmal zu versuchen, im entsprechenden Fach bessere Noten zu erzielen. Auch gibt es manchmal Auslandsaufenthalte in einer späten Phase des Studiums, zu der nur noch wenige Punkte auf die heimischen Studienleistungen anrechenbar sind.

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